zur Navigation springen

Golf : Der Blick geht nach vorne

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Abstieg in die 2. Golf-Bundesliga ist beim GC Altenhof abgehakt. Nun wird der erneute Angriff auf das Golf-Oberhaus geplant. Der Nachwuchs spielt dabei eine große Rolle, doch auch seine Topspieler nimmt Trainer Nils Sallmann in die Pflicht.

von
erstellt am 03.Sep.2015 | 06:00 Uhr

Altenhof | Wären die Auf- und Abstiegsregelung für die Golf-Bundesliga ein Jahr früher geändert worden, dürften sich die Altenhofer weiterhin Erstligist nennen. Als Vierter von fünf Mannschaften der Nordstaffel reichte es in diesem Jahr aber nicht zum Klassenerhalt, da ein letztes Mal zwei Teams den Gang in die 2. Liga antreten müssen. GCA-Headpro Nils Sallmann hat dazu seine eigene, deutliche Meinung: „Dass zwei Mannschaften von insgesamt nur fünf absteigen, ist verrückt.“ Eine Änderungen war notwendig und sinnvoll. Deshalb wird es ab dem Jahr 2016 nur noch einen Absteiger geben. Damit die Altenhofer von dieser Regelung profitieren können, müssen sie in der kommenden Spielzeit aber erst einmal den direkten Wiederaufstieg schaffen. Und das wird gar nicht so einfach. Sallmann: „Zuerst müssen wir in unserer Liga Erster werden und dann auch noch ein Relegationsspiel im Lochspiel gegen den Gewinner der Parallelstaffel auf einem neutralen Platz austragen. Da kann alles passieren.“ Für die Altenhofer ist die Umstrukturierung also genau ein Jahr zu spät gekommen.

Für Altenhofer Herrengolfer fällt der Rückblick auf die abgelaufenen Saison durchwachsen aus. Der Abstand zu den Plätzen eins bis drei, war über alle fünf Spieltage gesehen, erheblich. „Wir hätten den Klassenerhalt auch dann nicht geschafft, wenn wir jeden Spieltag unser bestmögliches Ergebnis gespielt hätten“, ist sich Sallmann sicher. Ein wichtiger Grund dafür waren die Leistungsschwankungen bei denjenigen, die eigentlich mit richtig guten Scores vorneweg marschieren sollten. Doch die GCA-Topspieler Moritz Ackerhans, Nikolaj Hansen und auch Moritz Graf Rantzau hatten Probleme, konstant Leistungen auf Topniveau abzurufen. „Es waren zu viele Ausfälle dabei, was aber einfach auch daran liegt, dass wir vielleicht zehn Stunden pro Woche trainieren, die Topteams dagegen um die 30 Stunden“, nennt Sallmann Gründe und verweist auch auf die beruflichen Situationen einiger Spieler.

Dass es aber auch anders geht, zeigte Falk von Wildenradt. Sallmann lobt: „Er war der Konstanteste im Team. Ab dem 2. Spieltag war er richtig gut.“ Was also tun, um zukünftig noch mehr aus dem Kader herauszuholen? In einem ersten Mannschaftsgespräch wurde beschlossen, dass das ausspielen der letzten freien Plätze im Kader auch 2016 fortgeführt werden soll. „Das ist gut und gibt auch den jungen Spielern die Chance, sich reinzuspielen“, sagt Sallmann. Mit Niklas Theilken ist es einem Youngster gleich mehrfach gelungen. GCA-Nachwuchsspieler wie Ingmar Haars oder Philip Krück sollen es Theilken nachmachen.

Da der Club seine finanziellen Mittel für die Leistungssportler nahezu ausgereizt hat, und der Fokus sowieso auf den eigenen Nachwuchs liegt, ist nicht geplant, für die kommende Saison Spieler von anderen Clubs abzuwerben. Damit der Abstand zu den großen Vereinen in der Bundesliga aber nicht weiter wächst, sondern im Idealfall sogar verkleinert wird, haben die Trainer zusammen mit den Verantwortlichen der Jugendabteilung ein neues Leistungssportkonzept ins Leben gerufen. Hinter diesem etwas abstrakten Wort versteckt sich das Vorhaben, die Jugendspieler möglichst ideal zu fördern. Vor allem auch dann, wenn sie sich vielleicht in frühen Jahren noch gar nicht im Leistungssport sahen, sondern den Golfsport einfach als Hobby betrachteten. „Dieses Leistungssportkonzept soll wie ein roter Faden durch alle Mannschaften im Club gehen. Die Qualität die da ist, dürfen wir nicht verschenken“, sagt Sallmann. Er lässt auch keinen Zweifel daran aufkommen, dass jeder im Club, der sich dem Leistungssport verschreibt, zumindest im Sommer alles andere hinten anstellen muss. „Es gilt dann sein Leben nach dem Sport zu richten. Das erwarte ich auch, denn sonst ist es kein Leistungssport“, erklärt Sallmann.

Die Altenhofer Golfherren werden auch in der kommenden Saison wieder angreifen, um sich dann – nach dem erhofften und angepeilten Aufstieg – in zwei Jahren wieder in der 1. Bundesliga mit den besten Mannschaften Deutschlands messen zu können.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen