Radsport : Dänische Dominanz hat Bestand

Kurz nach dem Start der U19 fuhr das Feld eine leichte Kurve durch Ascheffel. Auch in diesem Rennen setzte sich ein Däne durch.
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Kurz nach dem Start der U19 fuhr das Feld eine leichte Kurve durch Ascheffel. Auch in diesem Rennen setzte sich ein Däne durch.

Bei der 27. Auflage von „Rund um Ascheffel“ gehen 550 Starter in zwölf Rennen bei bestem Wetter an den Start.

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28. März 2018, 06:00 Uhr

Sowohl die 550 Radsportler als auch die Zuschauer erlebten in der 27. Auflage von „Rund um Ascheffel“ was den Radsport ausmacht: Rasante Ausreißergruppen, spannende Solofluchten und packende Massensprints auf der ansteigenden Zielgeraden. Nur einer verpasste das Spektakel mit meist dänischen Siegern: Der Ascheffeler Storch war noch nicht aus seinem Winterquartier zurück.

Moderator Holger Thielen vom Gastgeber SG Athletico Büdelsdorf unterhielt die zahlreichen Zuschauer links und rechts der Zielgeraden gewohnt unterhaltsam. Er informierte wenn möglich über die Zwischenstände live aus den verschiedenen Rennen, die über den Streckenfunk durchgegeben wurden. Dadurch bekamen die „hauteng in buntes Lycra gekleideten Menschen, die auf einem Rennrad durch die Hüttener Berge rasen“ plötzlich einen Namen. Umso größer fielen der Applaus und die Unterstützung für einzelne Ausreißer aus, als sie bei einer ihrer Runden Ascheffel passierten.

Der Blick auf die Ergebnislisten zeigt, dass die vorherrschende Dominanz der dänischen Fahrer in den Klassen U17 (Jugend), U19 (Junioren) und Elite KT/A/B (Hauptrennen) weiterhin Bestand hat. Während in der U17 die ersten 17 Plätze bis auf Rang 3 von Moritz Kärsten allesamt von Dänen belegt wurden, gab es bei den Junioren sogar ein rein dänisches Podium. Unter den Top-10 drängelte sich Frederik Raßmann aus Linden als Fünfter und Albert Gathemann (Berlin) als Siebter in die Phalanx dänischer Fahrer. Im Hauptrennen belegten sieben Dänen die ersten Plätze, unter ihnen als Drittplatzierter der fünfmalige Tour de France-Teilnehmer Chris Anker Sørensen (Riwal Ceramicspeed). Schneller war sein Teamkollege Peter Haslund, der sich im Schlussspurt Jonas Rasmussen (Team Coloquick) geschlagen geben musste. Die 115,5 Kilometer absolvierte der Sieger mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 43,7 Kilometer pro Stunde in 2:38,29 Stunden. Bester Deutscher auf Rang 8 wurde Martin Bauer aus Sachsen.

Manfred Bartsch, Rennleiter und Chef der Radsparte bei der SG Athletico Büdelsdorf, dankte seinen rund 100 ehrenamtlichen Helfern: „Sie haben wieder einmal ganze Arbeit geleistet und dieses Ereignis erst ermöglicht. Für Außenstehende ist es fast nicht vorstellbar, was man bewegen muss, um ein solches Event zu veranstalten.“ Das Rennen einen Tag später im dänischen Rødekro, das den weggefallenen „Giro Nortorf“ ersetzt und Radsportlern mit einer weiten Anreise einen Doppelstart ermöglicht, wurde von 100 deutschen Fahren genutzt. Die „Athleticos“ Lena Wichmann (2., U13), Sandra Wichmann (3., Damen B) und Jochen Keiler (4., Senioren 4) kamen mit vorderen Platzierungen aus dem südlichen Dänemark heim.


Alle Ergebnisse im Internet unter http://www.rund-um-ascheffel.de/

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