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Radsport : Dänen am schnellsten auf dem Sattel

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Christian Jörgensen gewinnt Hauptrennen über 115,5 Kilometer beim 25. Rund um Ascheffel. Pernille Mathiesen gewinnt bei den Frauen.

shz.de von
erstellt am 21.Mär.2016 | 06:00 Uhr

Ascheffel | Luis Carl Jörgensen (Roskilde Cykle Ring) wusste es bereits beim Einfahren auf der Rolle – das Rennen gewinne ich hier. Und so kam es dann auch beim 25. Rund um Ascheffel. Doch der Topfahrer des dänischen Nachwuchses, der international in Assen (Holland) und Tidaholm (Schweden) schon einige hochwertige Rennen gewann, musste auf der 33 Kilometer-Distanz auf dem etwa achtprozentigen Anstieg auf der Zielgeraden in der Ascheffeler Dorfstraße mächtig in die Pedale treten, um vor seinem dänischen Landsmann Alfred Rasmussen (Odder Cykel Klub) und Sebastian Andreasson (Cykel FIX Rödovre) als Erster die Ziellinie zu passieren.

Die Dänen präsentierten sich ganz stark. Von zwölf Rennen, die über die Distanzen von 16,5 km (1 Runde), 33 km, 49,5 km, 66 km, 82,5 km, 99 km und 115,5 km ausgeschrieben waren, gewannen die Skandinavier sieben. Zu den weiteren Siegern zählte auch Pernille Mathiesen (Team BMS Birn). Die ehemalige Vize-Weltmeisterin im Zeitfahren der U19 behauptete sich über 49,5 km in der Frauen-Elite-Klasse souverän vor Wiebke Rodieck (RC Blau-Geld Langenhagen). Die 19-Jährige, die schon 2014 nicht zu schlagen war, setzte sich auf den letzten drei Kilometern entscheidend ab. „Das war auf Grund des Gegenwindes richtig hart“, meint die groß gewachsene Dänin.

Höhepunkt war das Hauptrennen über sieben Runden mit einer Distanz von 115,5 km. Die Akteure lieferten sich eine Reihe von spannenden Positionskämpfen. Eine Vielzahl von Tempowechseln sorgte immer wieder für Bewegung im Feld. Mit Christian Jörgensen (Team Trefor) gewann auch hier ein dänischer Fahrer. Der als Favorit gestartete Ex-Weltmeister der U23, Mads Würtz-Schmidt (Frederikshöj CC), kam auf Platz 18 ins Ziel.

Von den lokalen Startern nahm Jan Homfeldt (SG Athletico Büdelsdorf) mit seinen Söhnen Ole (25) und René (26) das B/C Rennen über 99 km auf. Das Trio hatte sich zuvor zehn Tage intensiv in Andalusien auf ihr erstes Rennen in dieser Saison vorbereitet und sich sogar einer Leistungsdiagnostik unterzogen. Die Form schien zu stimmen. Ziel war es auch, sich gegenseitig zu helfen. Doch dieser Plan platzte in diesem auf sechs Runden angelegten Rennen im wahrsten Sinne des Wortes. Ole stieg auf Grund eines „Platten“ am Hinterrad, der ihn in der zweiten Runde ereilte, aus. Jan Homfeldt (48), der eigentlich schon der Masters-Klasse angehört und seit acht Jahren kein Rennen der C-Klasse mehr bestritt, gewann die Familienmeisterschaft und kam im Hauptfeld auf Platz 33 an. „Das war ein hartes Rennen. Es hat trotzdem Spaß gemacht“, ist das Homfeldter Familien-Oberhaupt mit seiner Leistung zufrieden.

Der teilnehmerstärkste Frühlingsklassiker Norddeutschlands für Lizenzfahrer und Hobby-Fahrer hat seine Bedeutung im jährlichen Terminkalender behauptet. Das unterstrichen nicht nur die zahlreichen Starterinnen und Starter aus Dänemark, Schweden, Holland, den USA und Norwegen. „Sie haben sich alle schon in einer prächtigen Form präsentiert“, lobt Moderator Peter Rhode, der die Zuschauer über fünf Stunden auch über taktische Finessen beim Radfahren informierte.


Alle Ergebnisse unter www.herzog-sport.de


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