zur Navigation springen

Handball : Chance und Verpflichtung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die HG OKT startet mit einer neuen Talentförderung im weiblichen Handball-Nachwuchsbereich. Es ist für den Nachwuchs sowohl eine Chance als auch eine Verpflichtung.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2016 | 06:00 Uhr

Owschlag | „Was ist eigentlich Talent?“ So begrüßte Vagn Hansen, Trainer der Drittliga-Handballerinnen, die Gruppe von 18 A- und B-Jugendhandballerinnen der HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen und 30 Eltern. Anlass war das erste Talent-Handball-Fördertraining. Hansen machte deutlich, dass jeder sich zunächst ehrlich die Frage beantworten müsse: Will ich das wirklich? „Nur wenn der Wille da ist, macht es Sinn, hier mitzumachen!“, stellt Hansen klar. Der Handball-Lehrer sieht in dem Training eine Chance wie auch eine Verpflichtung. „Jede Spielerin wird gesehen und individuell gefördert.“

Um dies auch umsetzen zu können, hatten sich vier Frauen der Liga Mannschaft bereit erklärt, das Fördertraining zu begleiten. Auf Sicht ist geplant, dass Spielerinnen der Liga-Mannschaft gemeinsam mit den ambitionierten Talenten trainieren.

„Wir brauchen einen leistungsfähigen Unterbau, wenn wir weiter mit den Frauen auf Drittliga-Niveau oder höher spielen wollen“, sagt Jens Stolley aus dem Vorstand der HG OKT. Gleichzeitig macht er deutlich, dass von Seiten des Vereins nicht nur die Talentförderung wichtig ist: „Ein Verein lebt auch von Titeln und Meisterschaften.“ In diesem Punkt geht Stolley einen Schritt weiter als Hansen, der „die persönliche Entwicklung“ im Vordergrund sieht.

Warum sich 15- bis 17-jährige Mädchen entscheiden, dreimal wöchentlich zu trainieren, jedes Wochenende bis zu zwei Punktspiele zu absolvieren und darüber hinaus das Fördertraining zusätzlich zu absolvieren? Stina Pawaletz, Spielerin der A- und B-Jugend: „Weil ich das will!“ Stina sieht den Spaß am Handball gepaart mit der Gemeinschaft und damit das gemeinsame Trainieren zum Erreichen von Zielen als ihre Motivation. „Manchmal ist das schon recht viel. Ich muss mir die Zeit schon ziemlich einteilen, damit die Schule nicht zu kurz kommt“, ergänzt sie. „Ich möchte in der nächsten Saison mit meiner Mannschaft in der Jugend-Bundesliga spielen und mit der Landesauswahl an den Deutschen Meisterschaften für Landesauswahlen teilnehmen.“

Stellvertretend für die Eltern äußert sich Marianne Romeyke positiv über das Talentförder-Training: „Wir nutzen WhatsApp und kommunizieren so bezüglich der Fahrgemeinschaften aus Hohn, Kiel oder Eckernförde. Wir sehen unsere Kinder durch die HG OKT mit ihren sehr guten Trainern optimal gefördert. Das Fördertraining gibt unseren Kindern noch einmal einen zusätzlichen Motivationsschub. Hier wird ein echtes Miteinander praktiziert.“

Nach dem Warmmachen „natürlich mit Ball“, wie Hansen die Jugendlichen anwies, wurden allgemeine motorische Fähigkeiten mit anschließendem Passspiel geschult. Hansen sieht es als ausgesprochen wichtig an, dass jede Spielerin lernt, ein Spiel zu lesen, um daraus individuelle Entscheidungen zu fällen. So ist auch das weitere Training ausgelegt: Schulung der Basisfähigkeiten gekoppelt mit Entscheidungsfindungen für die Spielgestaltung. Auch Spielerinnen aus anderen Vereinen sind willkommen.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert