3. Handball-Liga : Burgdorfs siebter Feldspieler fordert viel Laufarbeit der „Wölfe“

Lucas Firnhaber wird dem TSV Altenholz in den nächsten Wochen fehlen und beim THW Kiel aushelfen.
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Lucas Firnhaber wird dem TSV Altenholz in den nächsten Wochen fehlen und beim THW Kiel aushelfen.

Nach zwei Niederlagen in Folge will „Wölfe“-Trainer Mirko Baltic gegen Burgdorf II wieder in die Erfolgsspur. „Wir haben die Fehler der letzten Spiele aufgearbeitet.“

shz.de von
03. März 2018, 06:00 Uhr

Die kurze Verschnaufpause ist vorüber. Nach einem spiel- und trainingsfreien Wochenende starten die Handballer vom TSV Altenholz wieder durch. Der Zweite der 3. Liga empfängt heute (19.30 Uhr) in der Edgar-Meschkat-Halle die auf Rang sechs platzierte Turn- und Sportvereinigung Burgdorf II.

Die Bundesligareserve gilt als unangenehmer Widersacher. Ende Oktober hat die Mannschaft des isländischen Trainers Heidmar Felixson zuletzt in einer fremden Halle verloren. Leistungsträger sind Maurice Dräger (74 Tore) und Hannes Feise (73) sowie Lars Hoffmann als sicherer Siebenmeterschütze und starker Linksaußen.

Weil die TSV die beiden Heimspiele gegen Potsdam (30:35) und Spitzenreiter HSV Hamburg (21:27) verlor, verpassten die Niedersachsen eine bessere Ausgangsposition. Es waren im Übrigen die gleichen Gegner, die zuletzt den TSV Altenholz besiegten. „Wir haben in einer Mannschaftssitzung unsere Fehler analysiert“, sagt TSVA-Trainer Mirko Baltic. Es waren die Abschlussprobleme, die zu den beiden Niederlagen führten. „Wir müssen die Konzentration länger hochhalten. Das Zusammenspiel Abwehr und Torwart war top“, so Baltic.

Für die Partie gegen die Burgdorfer ist vor allem eine gute Defensive gefordert. „Durch den siebten Feldspieler sind wir oft in Unterzahl“, weiß Baltic. Die Situationen müssen mit viel Laufarbeit ausgeglichen werden. Bei entsprechenden Ballgewinnen will Baltic im Anschluss auf Nummer sicher gehen. „Wenn du zwei Minuten in der Abwehr stehst und dann den Ball wegwirfst, dann zerstört es dich“, sagt der 38-Jährige. Deshalb gilt: Lieber eine Station mehr, als ein unbedachter Wurf auf das leere Tor, der dann möglicherweise sein Ziel verfehlt.

Für einige Wochen müssen die Wölfe auf Linkshänder Lucas Firnhaber verzichten. Der 20-jährige Zwei-Meter-Mann (bisher 44 Tore) ist in den Kader des Bundesligisten THW Kiel berufen worden. Die Zebras haben damit auf die Verletzung von Steffen Weinhold reagiert. Dem Zweifachspielrecht sei dank. „Das freut mich für Lucas“, sagt Baltic.

Aber die „Wölfe“ haben noch Ole Diringer für diese Position oder können mit drei Rechtshändern im Rückraum agieren. Fehlen wird weiterhin Spielmacher Mathis Wegner, der nach seiner Fingerverletzung in der kommenden Woche den zweiten – vorab geplanten – Eingriff über sich ergehen lassen muss. Dazu könnte Jonas Ottsen ein weiteres Mal in seiner Laufbahn die 100-Tore-Marke knacken. Zurzeit wird der 24-Jährige mit 94 Toren auf Rang elf der besten Torschützen geführt.

Ziel der „Wölfe“ ist nach den beiden jüngsten Niederlagen der Beginn einer neuen Serie. Schließlich soll Platz zwei verteidigt werden. Dieser Platz könnte sogar eine Aufstiegschance in die 2. Liga mit sich bringen. Die Lizenzunterlagen hat der Klub fristgerecht abgegeben.

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