Handball-Oberliga : „Bärenstarke“ Abwehr reicht nicht

Henriette Seidel (am Ball) vom TSV Altenholz hat eine Lücke in der „Krabben“-Deckung gefunden. Farina Mohn (re.) hat Seidel komplett aus den Augen verloren.
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Henriette Seidel (am Ball) vom TSV Altenholz hat eine Lücke in der „Krabben“-Deckung gefunden. Farina Mohn (re.) hat Seidel komplett aus den Augen verloren.

TSV Altenholz unterliegt im Derby Kiel/Kronshagen mit 18:19 – HG OKT II bleibt im Kellerduell ohne Sieg

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05. März 2018, 06:00 Uhr

Altenholz | Mit einer großartigen Abwehrleistung forderte der TSV Altenholz im Derby der Handball-Oberliga der Frauen der HSG Holstein Kiel/Kronshagen alles ab. Nur vergaßen die Altenholzerinnen das Tore werfen und mussten sich so den „Krabben“ mit 18:19 geschlagen geben. Für die HG OKT II stand der Abstiegsgipfel gegen Tabellenschlusslicht SG Niendorf/Wandsetal auf dem Programm. Mit einem 24:24-Unentschieden kehrte die HG aus Hamburg zurück. Auf die Saison gesehen war das zu wenig, im Spiel zeigte die HG jedoch eine starke Moral.


TSV Altenholz – H. Kiel/Krons.  18:19 (8:10)
Die Abwehr der Gastgeberinnen präsentierte sich über die kompletten 60 Minuten sehr wachsam und konsequent. „Wir haben bärenstark verteidigt. Holstein ist dagegen nichts eingefallen“, sagt TSV-Trainer Henning Berger. „Leider haben wir vorne vergessen uns zu belohnen und haben die Tore nicht gemacht.“ Und so wurde es ein sehr torarmes Derby, in dem die jungen Altenholzerinnen auch bei dem ein oder anderen Wurf Nerven zeigten. „Das ist eingeplant, auch wenn es sehr schade und bitter ist, denn nach dem Spielverlauf wäre mir eigentlich schon ein Remis zu wenig gewesen“, sagt Berger. Beim 7:5 (19.) führte seine Mannschaft mit zwei Toren, doch innerhalb kürzester Zeit lag dann die HSG wieder vorne. Zur Pause führten die Gäste in einem jederzeit sehr fairem Derby mit 10:8. „Es war klar, dass wir kein vergleichbares Feuerwerk wie gegen Ellerbek abbrennen würden, aber die Chancen auf mehr Tore waren für uns durchaus vorhanden“, sagt Berger. Beim 17:14 (51.) schien sein Team schon auf die Siegerstraße eingebogen zu sein, doch in den verbleibenden knapp zehn Minuten gelang Altenholz nur noch ein Tor, auch weil sie Holsteins Torfrau zur Heldin warfen. „Ein Sieg wäre auch in Hinblick auf den Abstiegskampf sehr wichtig für uns gewesen. Wir sind noch lange nicht durch und haben in diesem Derby leider Lehrgeld bezahlt“, so Berger nach der vermeidbaren Niederlage.

TSV Altenholz: Dibbern, Krass – Horn (1), Ohm (3), Most (2), von Klein, Kelm, Lyke (3/1), Potthoff, Thielmann (3), Seidel (2), Heil (1), Besteher (2), Schleemann (1).


SG Niend./Wandsetal – HG OKT II      24:24 (13:12)
Wie schon so oft in dieser Saison stellte sich das Team der HG OKT II aus einem bunten Mix aus Spielerinnen verschiedenster HG-Teams zusammen. Auch Trainerin Sünje Schütt fehlte beim Duell gegen dass Schlusslicht wegen eines privaten Termins. Beide Mannschaften zeigten ein hohes Tempo und vor allem die Tore von Liga-Spielerin Kim-Laura Haudrup hielten die HG anfangs im Spiel. Dennoch schaffte es die SG aus Hamburg sich ein wenig abzusetzen, was auch an den Abstimmungsschwierigkeiten bei der HG lag. Beim 23:19 (56.) betrug der Vorsprung der Gastgeberinnen schon vier Tore, dann stellte der Gast auf eine offene Deckung um. „Damit haben wir den Gegner verunsichert und Ballgewinne erzielt. Wir haben wie so oft Moral gezeigt und noch einen Punkt gewonnen“, sagt Hilke Obelöer, die das OKT-Team coachte. „Mit Blick auf die Tabelle, war es aber natürlich zu wenig“, weiß sie.

HG OKT II: Burmeister, Schubbe – Jargsdorf (1), Dins (1), Köhnholdt (1), Staack (1), Krück (5/1), Fiering (6), Haudrup (5), Woske, Greinke (4).

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