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Schwimmen : Anita Willemsen holt drei Medaillen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bei den Fina-Masters-Schwimmwettbewerben im russischen Kasan holte Anita Willemsen aus Dänischenhagen drei Medaillen, von denen sie eine verschenkte.

Mit etlichen positiven Eindrücken ist Anita Maria Willemsen aus Dänischenhagen von den Fina-Masters der Schwimmer aus dem russischen Kasan heimgekehrt. Sie stellte dabei nicht nur vier persönliche Jahresbestleistungen auf, sondern nahm auch noch drei Medaillen mit auf die Heimreise – von denen sie eine verschenkte.

Während andere den Tag vor dem Abflug zum wichtigsten Wettkampf des Jahres ruhig angehen lassen, nahm Anita Willemsen noch an einem Triathlon in Kiel teil, ehe es tags darauf in die mit rund 1,1 Millionen Einwohner achtgrößte russische Stadt ging. „Die anfänglichen Bedenken vom Aufenthalt in Russland waren völlig unbegründet“, verrät die gebürtige Niederländerin, die 1962 nach Deutschland kam, seit 2002 in Dänischenhagen wohnt und für Wiking Kiel startet.

„Ich hab so etwas noch nie gesehen. Es gab da zwei 50 Meter-Bahnen nebeneinander und gleich vier in der Stadt. So etwas gibt es in Deutschland vielleicht im Umkreis von 100 Kilometern. Außerdem wurden uns Athleten alle Wünsche von den englischsprachigen Volunteers erfüllt. Außerdem gab es einen Shuttle-Service vom Hotel zur Wettkampfarena. Außerhalb der eigenen Wettbewerbe konnte man sich völlig frei bewegen – das hatte ich vorher von Russland in dieser Form so nicht erwartet. Ich selbst habe viele Wettbewerbe von der Tribüne aus verfolgt. Gerade Wasserball hat mir dabei sehr gut gefallen.“

Selbst war Willemsen in der Altersklasse 55 bis 59 über 50m und 100m Freistil sowie 50m, 100m und 200m-Brust am Start. Bis auf letztgenannte Strecke konnte sie jeweils ihre persönliche Jahresbestzeit unterbieten. Da es für die jeweils zehn Bestplatzierten eine Medaille gab, nahm sie für einen achten und zwei zehnte Plätze drei Mal Edelmetall mit nach Deutschland. Ein Exemplar schenkte sie aus Dankbarkeit ihrer Ex-Trainerin Alice Krüger, die diese zunächst gar nicht annehmen wollte.

„Ich bin ab sofort drei Mal in der Woche im Wasser, denn das erste Mal Medaillien mit nach Hause zu bringen, motiviert ungemein. Ich bin Grund- und Hauptschullehrerin in Kiel und freue mich meine Ferien mit solchen Events zu bereichern. Meine Schwimm-Trainingskinder bei Wiking Kiel werden dadurch hoffentlich auch motiviert. Lilo Hoschke-Lengefeld, die mit 90 Jahren noch an Wettkämpfen teilnahm, hat mir mal einen guten Ratschlag gegeben. Sie sagte: ‚Der Trick ist, gleich schnell zu bleiben und dabei älter zu werden.‘ Der hat mir Mut gemacht und gleichzeitig viel Motivation gegeben.“

Als kommende Großereignisse stehen Ende November der nächste Master-Wettkampf in Freiburg, die Europameisterschaften 2016 in London und die Weltmeisterschaften 2017 in Ungarn auf dem Programm.

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erstellt am 10.Sep.2015 | 06:00 Uhr

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