Handball-Oberliga : Altenholzerinnen lassen zu viele Chancen ungenutzt

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TSV-Trainer Henning Berger sieht sein Team bei der 21:24-Niederlage bei Titelaspirant SG Todesfelde/Leezen als die stärkere Mannschaft.

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02. September 2018, 22:04 Uhr

Altenholz | Bei der Spielplangestaltung der neuen Oberliga-Saison wurden die Handballerinnen des TSV Altenholz wahrlich nicht mit Glück überschüttet. Denn der Mannschaft von Trainer Henning Berger wurden mit der SG Todesfelde/Leezen und dem MTV Heide die Top-Favoriten gleich in den ersten beiden Begegnungen zugelost. Zum Liga-Einstand kassierte der TSV dann auch eine 21:24 (9:9)-Niederlage in Todesfelde.

Die 76 zahlenden Zuschauer bekamen zunächst eine sehr ausgeglichene Partie geboten, in der – mit Ausnahme der frühen Altenholzer 2:0-Führung durch Tore von Nina Lyke und Cara Sophie Kuchel – sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor lösen konnte. Folgerichtig gingen beide Mannschaften auch mit einem 9:9-Unentschieden in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel gab es zunächst das gleiche Bild, ehe Katharina Schmidt die Gastgeberinnen in der 38. Minute mit dem Tor zum 14:12 erstmals mit zwei Treffern Vorsprung in Führung brachte. Als Laura Johanna Riehl und Leonie Wulf diese wenig später beim 17:13 sogar auf vier Treffer in die Höhe schrauben konnten, schien das Spiel seinen erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch die Altenholzerinnen waren nicht angereist, um die Punkte kampflos abzugeben. Nach einer Auszeit von Berger glichen die Gäste sechs Minuten vor dem Ende durch den einzigen Treffer von Katja Ohm tatsächlich wieder zum 20:20 aus. Danach vergab der TSVA zwei Mal die Möglichkeit, um in Führung zu gehen. Diese Aufholjagd hatte offenbar aber mental und körperlich zu viel Kraft gekostet, die den Altenholzerinnen am Ende fehlte, so dass sich die SG in der Schlussphase wieder auf drei Tore absetzen konnte.

„Insgesamt habe ich uns über 60 Minuten trotz der Niederlage als das stärkere Team gesehen“, sagt der Altenholzer Coach. „Die gesamte Spieldauer haben sich die Todesfelderinnen an unserer 6:0-Deckung die Zähne ausgebissen, wobei ich insbesondere unseren Mittelblock mit Miriam Kelm, Helena Thielmann und Maria Ranft herausheben möchte. Aber auch die anderen haben alle eine gute Partie abgeliefert, nur mit dem Makel, dass vorne einfach zu wenige Tore heraussprangen. Selbst von der Sieben-Meter-Linie haben wir nur die Hälfte unserer Strafwürfe verwandelt. Deshalb dauerte meine Halbzeitansprache auch nur 30 Sekunden: ‚Werft mehr Tore‘ habe ich ihnen nur gesagt. Aber Yara Charlene Heller im Todesfelder Tor hatte auch einen Sahnetag erwischt.“

TSV Altenholz: Andresen, Dibbern – Ranft (2 Tore), Horn (1), Ohm (1), Saftig, von Klein, Krass, Kelm, Lyke (5/2), Thielmann (4), Besteher, Kuchel (4), Schleemann (4)

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