3. Handball-Liga : Altenholzer „Wölfe“ mit imposanter Aufholjagd

Altenholz’ Michael Nicolaisen (am Ball, hier im Spiel gegen DHK Flensburg) zeigte in Schwerin eine starke Leistung.
Altenholz’ Michael Nicolaisen (am Ball, hier im Spiel gegen DHK Flensburg) zeigte in Schwerin eine starke Leistung.

Der Tabellenzweite holt 14:18-Pausenrückstand in Schwerin noch auf, verliert aber Mathis Wegner mit einer Fingerverletzung.

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15. Januar 2018, 06:00 Uhr

Altenholz | Ein Handballspiel hat zwei Hälften. Das belegte der TSV Altenholz eindrucksvoll. Nach durchwachsenen ersten 30 Minuten entwickelten die „Wölfe“ vor 1654 Zuschauern den notwendigen Biss und packten die Mecklenburger Stiere bei den Hörnern. Der 32:31 (14:18)-Sieg in Schwerin lässt die Meisterschafts-Flamme des Tabellenzweiten der 3. Liga Nord weiter lodern. Einziger Wermutstropfen: Rückraumspieler Mathis Wegner musste mit Verdacht eines Fingerbruchs das Krankenhaus aufsuchen.

TSVA-Trainer Mirko Baltic gab am Ende an, sichtlich erschöpft zu sein. „Aber auch die schlechten Tänze müssen getanzt werden“, sagt der Coach. Seine Mannschaft gab den Spielfaden früh aus der Hand. Nach der 3:2-Führung (4.) legten die Schweriner binnen elf Minuten einen 8:1-Lauf aufs Parkett. Nicht einmal eine Auszeit (9.) konnte den Sturmdrang der enthusiastisch angefeuerten Hausherren bremsen. „Ich hatte schon ein bisschen Angst, dass wir heute einen ganz schlechten Tag erwischt haben“, sagt Baltic.

Der Coach stellte seine Abwehr zwischendrin von 6:0 auf die offensive 3:2:1-Variante um. Einziges Ziel: Die Stiere sollten sich austoben und möglichst viel Kraft im ersten Abschnitt lassen. Die Idee ging trotz der Wegner-Verletzung, der kurz vor der Pause offenbar in einem Schweriner Trikot hängen blieb, fast auf. Während der 25-Jährige auf dem Weg ins Krankenhaus war, erkannten seine Mitspieler die bedrohliche Situation. Aber es bedurfte noch einer weiteren Auszeit (40., 18:23), um im eigenen Spiel den Alarmknopf zu finden.

Baltic ließ wieder 6:0 decken, auch weil Schlussmann Fynn Schröder mehr und mehr Bälle abwehrte. Die Zeitstrafe gegen Schwerins Christian Zufelde (42., 20:24) brachte dem TSVA einen 3:0-Lauf mit Treffern von Marcel Möller, Thies Bergemann und Malte Abelmann-Brockmann. Den Gastgebern zitterten die Hände. Der nach der Pause ganz starke Michael Nicolaisen traf per Siebenmeter oder über die Einzelleistung. Außerdem nutzte Möller jetzt den Platz am Kreis.

Altenholz hatte die Kurve bekommen und war rechtzeitig von der Verliererstraße abgebogen. Nach dem Tor von Thies Bergemann zum 32:28 (59.) zogen die Gäste gedanklich an der schwarz-weiß-karierten Flagge vorbei und wähnten sich im Ziel. „Schwerin hat lange richtig Gas gegeben, aber wir haben gemerkt, dass wir doch fitter sind“, analysierte Baltic.

TSV Altenholz: Schröder, Landgraf – Fängler (1), Ottsen (3), Köpke (1), Wegner (4/1), Voigt (3/2), Nicolaisen (4/2), Abelmann-Brockmann (3), L. Firnhaber (2), Bergemann (5), Diringer, Möller (6).


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