Altenholzer Pleite beim Abschied von Torge Greve als Spieler

<dick>Wurden vor dem Spiel verabschiedet:</dick> (von links)  die Torhüter Tim Lübker und Malte Samuelsen, Spielertrainer Torge Greve, Linksaußen Tim-Philip Jurgeleit, Physiotherapeut Markus Brewing und Kreisläufer Alexander Simon.  Foto: Peters
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Wurden vor dem Spiel verabschiedet: (von links) die Torhüter Tim Lübker und Malte Samuelsen, Spielertrainer Torge Greve, Linksaußen Tim-Philip Jurgeleit, Physiotherapeut Markus Brewing und Kreisläufer Alexander Simon. Foto: Peters

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17. Mai 2010, 03:59 Uhr

altenholz | Ein Handball-Urgestein hat die Bühne des wohl härtesten Mannschaftssports der Welt verlassen. Das Zweitligaspiel gegen Eintracht Hildesheim war der letzte Auftritt von Torge Greve - dem Mr. TSV Altenholz - in der Edgar-Meschkat-Halle. Nach 13 Jahren im schwarz-gelben Trikot sagte der Spieler Greve seinem Publikum vor dem Duell mit den Niedersachsen "Tschüß", ohne jedoch wirklich zu gehen. Denn zukünftig wird der 34-Jährige den "Wölfen" auch weiterhin als Trainer erhalten bleiben. Neben Greve wurden mit den Torhütern Tim Lübker, Malte Samuelsen und Morten Michelsen sowie Linksaußen Tim-Philip Jurgeleit und Kreisläufer Alexander Simon vier weitere Akteure verabschiedet. Und als ob seine Mannschaft ihrem Spielertrainer einen letzten Heimsieg bescheren wollte, legte der TSV Altenholz los wie die Feuerwehr. Vor allem in der Deckung packten die "Wölfe" hart zu und gewährten Hildesheim kaum ein Durchkommen. So führten die Gastgeber lange mit 2:0, ehe Nicolas Ivakno erst nach über neun Minuten den ersten Treffer für die Eintracht markierte. Auch eine frühe Auszeit der Hildesheimer brachte zunächst nicht den gewünschten Erfolg, die "Wölfe" zogen auf 5:2 davon (12.).

Nur langsam fanden die Gäste in die Partie und glichen nach 14 Minuten durch Leif Anton aus (5:5). Wie sehr sich ihr Selbstvertrauen in der Rückrunde vergrößert hat, bewiesen die Randkieler in der Folge. Alexander Simon vom Kreis, Lars Bente von Rechtsaußen, Thorben Plöhn von Linksaußen, erneut Bente und Sebastian Opderbeck aus dem Rückraum: Nach 20 Minuten war Altenholz auf 10:5 davongezogen. Dass den Gästen kaum Tore gelangen, lag einmal mehr an Schlussmann Lübker, der allein im ersten Durchgang elf Würfe abwehrte. So führten die "Wölfe" zur Pause mit 14:11. Aus den Kabinen kamen die Gastgeber mit Schwung. Nach Bentes 15:11 und Moritz Weltgens 17:13 vom Kreis (34.) deutete vieles auf einen Altenholzer Erfolg hin, bis es zu einem Bruch im Spiel der Gastgeber kam.

Bei den "Wölfen" schien die Luft raus zu sein, während Hildesheim förmlich aufdrehte. Nach dem 17:17 (39.) zog das Team von Gerald Oberbeck binnen zehn Minuten auf 26:21 davon. Während die Altenholzer Deckung im Vergleich zur ersten Hälfte nicht mehr wiederzuerkennen war, schlichen sich im Angriff viele technische Fehler ein. So siegte die Eintracht nicht unverdient mit 31:27, was auch Greve anerkannte: "Nachdem die Gäste in der Abwehr auf 5:1 umgestellt hatten, lief bei uns im Angriff nicht mehr viel." Auf die kommende Saison und die Qualifikation zur neuen eingleisigen Zweiten Liga angesprochen, wollte sich Greve nicht in die Karten schauen lassen: "Zunächst einmal muss das Mannschaftsgefüge passen. Dann sehen wir weiter."

TSV Altenholz: Samuelsen (45. bis 50.), Lübker (15 Paraden) - Drecke, Opderbeck (4 Tore), Schwarz, Greve, Weltgen (5), Simon (2), Plöhn (6/3), Jurgeleit, Plähn (4), Bente (6).

Eintracht Hildesheim: Klockmann (13 Paraden), Trinks (3 Paraden) - Struck (5), von Hermanni (1), Nikolov (1), Hoffmann (6), Meiser, Lötterle, Schiech, Weißbach (1), Anton (8/4), Rose (5), Roth (2), Ivakno (2).

Schiedsrichter: Brandt/Veit (Vlotho/Kalletal).

Zeitstrafen: 3:3.

Siebenmeter: 3:4.

Zuschauer: 450.

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