Handball-Oberliga : Altenholzer Fingernagel-Dilemma

Schmerzhaft: Altenholz’ Henriette Seidel (re.) macht Bekanntschaft mit Esingens ehemaliger Bundesligaspielerin Svenja Rix-Müller.
Schmerzhaft: Altenholz’ Henriette Seidel (re.) macht Bekanntschaft mit Esingens ehemaliger Bundesligaspielerin Svenja Rix-Müller.

Der TSVA gibt gegen Esingen deutliche Führung noch her – HG OKT II treffsicher aber hinten zu offen.

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26. März 2018, 06:00 Uhr

Altenholz | Mit einem Heimsieg über den abstiegsgefährdeten TuS Esingen wollte sich der TSV Altenholz endgültig auf Abstand zur Kellerregion der Tabelle in der Handball-Oberliga der Frauen bringen. Damit hätten die Altenholzerinnen zudem der HG OKT II einen großen Gefallen im Abstiegskampf getan. Doch der TSVA kam nur zu einem 28:28-Unentschieden, während sich die HG OKT II bei der SG Todesfelde/Leezen mit 36:42 geschlagen geben musste.


TSV Altenholz – TuS Esingen   28:28 (14:10)
In den ersten 30 Minuten war die Welt des TSV Altenholz noch in Ordnung. Die starke Nina Lyke, sowie Finja Heil auf ungewohnter Position im rechten Rückraum und Mariek Most führten den heimischen Angriff, und auch die offensive 3:2:1-Deckung funktionierte wie gewünscht. Im zweiten Durchgang wurde der Gast jedoch stärker und profitierte von sich nun etwas häufenden technischen Fehlern der Altenholzerinnen. Ein künstlicher Fingernagel sorgten dann endgültig für die Wende. In einer unglücklichen Aktion ratschte eine Esingerin mit ihrem Nagel Nina Lyke einmal quer durch das Gesicht, woraufhin sie nicht mehr weiterspielen konnte. „Das war schon sehr unglücklich für uns“, sagt TSV-Trainer Henning Berger. Da auch etwas die Kräfte nachließen, kam Esingen zum Ausgleich und legte sogar in der Schlussphase eine Zwei-Tore-Führung vor. Marieke Most und Helena Thielmann sorgten mit ihren beiden Toren aber zumindest noch für den 28:28-Endstand. „Ich kann mit dem Punkt trotzdem nicht leben. Zumal wir sogar den Ball im letzten Angriff hatten“, ist Berger wenig glücklich über dieses Remis.


TSV Altenholz: Dibbern, Krass – Baller, Horn (3), Saftig, Most (6/2), von Klein (1), Kelm, Lyke (7), Potthoff, Thielmann (3), Seidel (3), Heil (4), Besteher (1).


SG Todesfelde/Leezen – HG OKT II      42:36 (21:17)
Die Gäste bekamen die besten Werferinnen der SG nie ganz in den Griff. So verteilten sich 42 Todesfelder Treffer lediglich auf sechs Schützinnen. Die HG machte jedoch kein schlechtes Spiel am Geburtstag von Trainerin Anna Heyck-Schäfer. „Ich habe mich über die 36 geworfenen Tore auch sehr gefreut. Das schaffen in Todesfelde nicht viele Teams“, sagt sie. Nur die Abwehr hatte eben nicht die letzte nötige Konsequenz, um die Tormaschine der Gastgeber zu stoppen. Dabei hielt OKT II den Rückstand bis zur Pause mit zwei Toren noch gering, am Ende wurden zu viele kleine Fehler aber gnadenlos mit Gegentreffern bestraft. „Unser Team festigt sich. Hoffentlich kommt das aber nicht zu spät in der Saison“, sagt Heyck-Schäfer.


HG OKT: Burmeister, Schubbe – Romeyke (7), Dins (3), Köhnholdt (2), Staack, Bremer (2), Greinke, Krück (9/4), Kuchel (5), Fiering (6), Ley (2).

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