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Boxen : Achraf Godje rettet die Ehre der Landesauswahl

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Boxen: Drei Eckernförder beim Ländervergleichskampf zwischen Bayern und Schleswig-Holstein dabei

von
erstellt am 29.Jun.2017 | 06:00 Uhr

Neustadt/Aisch | Zu einem Nord-Süd-Duell kam es beim Ländervergleichskampf zwischen Schleswig-Holstein und Bayern. Eine vom Landestrainer des Schleswig-Holsteinischen Amateurboxverband (SHABV), Sergey Monastyrskyy-Baklan, zusammengestellte Auswahl an Boxern, wollte im bayrischen Neustadt/Aisch die Farben des nördlichsten Bundeslandes gegen Bad Windsheim gut vertreten. Das klappte nur bedingt. Es gab am Ende lediglich einen siegreichen Kampf – diesen landete mit Achraf Godje aber immerhin eines der BC-78-Eckernförde-Talente.

Neben Achraf Godje waren auch noch Nachwuchs-Boxer Noro Shmavonyan und Glory Mayasi mit in den Süden der Republik gefahren. Die anderen Kämpfer des SH-Kaders kamen nicht aus Eckernförde. Eigentlich wollte Landestrainer Monastyrskyy-Baklan auch noch Achrafs Bruder Mallik mitnehmen, doch dieser musste krankheitsbedingt absagen. So machten sich immerhin drei Eckernförder auf die lange Anfahrt nach Bayern.

Für Achraf Godje war es eine erfolgreiche Reise. Er bekam mit Deniel Krotter einen viel dekorierten, mehrfachen Deutschen Meister und WM-Fünften mit einer sehr starken Kampfbilanz vor die Fäuste gesetzt. Doch Godje ließ sich von dem großen Namen seines Gegners in der Jugendklasse bis 57 Kilo nicht einschüchtern, zeigte seine boxerische saubere Technik und eine klare Linie und setzte sich am Ende mit 2:1-Kampfrichterstimmen durch. Für seinen Gegner Krotter war es bereits der 93 Kampf und erst die fünfte Niederlage, bei 76 Siegen. „Das zeigt, dass es eine ganz starke Leistung von Achraf war“, bestätigt auch BC-78-Trainer Endrit Djafa, zumal Godje am Ende des Vergleichswettbewerbes tatsächlich der einzige Boxer aus Schleswig-Holstein war, der als Sieger das Ringgeviert verließ.

Keine Chance hatte dagegen Noro Shmavonyan. Der Eckernförder ist noch einigermaßen unerfahren und hatte gegen Aram Harutyunyan, der alle seine 14 Kämpfe davor gewonnen hatte, keine Chance. „Trotzdem hat er daraus gelernt und seine Erfahrung gesammelt. Auch das ist wichtig, zumal Noro durchaus Talent mitbringt“, sagt Djafa.

In der Klasse bis 74 Kilo gab es für den dritten BC-78-Faustkämpfer, Glory Mayasi, eine ganz neue Erfahrung. Er trat erstmals in der Herrenklasse an, in der es keine Helme, aber dafür etwas dickere Handschuhe gibt. Vielleicht war es auch diese Umstellung, die Mayasi in seinem Duell etwas passiv sein ließ. „Glory konnte an diesem Tag nicht alles abrufen“, sagt Djafa. So ging die 0:3-Niederlage am Ende auch in Ordnung.

Am 8. Juli sind die Eckernförder wieder im Einsatz beim Sommerfest in Lübeck. Vier Boxer werden dann versuchen, gute Kämpfe abzuliefern.

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