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Aalregatta : 96 Segler trotz wenig Wind zufrieden

vom

Zweite Wettfahrt am Sonntag abgesagt.

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erstellt am 22.Mai.2013 | 07:29 Uhr

Eckernförde | Für die Zuschauer an Land in Kiel-Düsternbrook war es ein Traumstart, als die 96 Teilnehmer der diesjährigen Aalregatta in mehreren Startgruppen bei leichtem Wind um Stärke zwei auf die knapp 30 Seemeilen lange Bahn nach Eckernförde gingen. Nicht ganz ideale Segelbedingungen herrschten beim Start, hätten sich doch gerade die größeren Yachten etwas mehr Wind gewünscht. Auch war die Windrichtung, die zu Beginn noch mehrfach hin und her drehte, sich dann auf Südwest stabilisierte, für die Segler nicht ideal. Sie sorgte dafür, dass sich die Teilnehmer aus Angst vor einem Frühstart deutlich zurückhielten.

"Es ging alles erschreckend reibungslos, auch waren alle Segler pünktlich da", stellt Wettfahrtleiter Torsten Kuchel, der seit sieben Jahren bei der Aalregatta das Sagen hat, erleichtert fest. Die meisten Yachten sind schon seit Jahren regelmäßig mit dabei, sodass es auch für die Jury, die an markanten Stellen genauestens auf Einhaltung der Regeln achtete, in erster Linie ein Beobachtungsjob wurde. "Einen haben wir dann doch gefragt, ob er die Bahnmarke richtig genommen hat", sagt Klaus Laschinsky vom Juryboot mit der Folge, dass die Yacht disqualifiziert wurde. Auf Höhe Laboe schlief dann der Wind für gut 45 Minuten ein, was dazu führte, dass die später gestarteten Boote sich zusehends an die Ersten heranschoben und den Platz um die zu umrundenden Bahnmarke sehr eng machten.

Gesegelt wurde nach Yardstick und ORC Rating System, dafür muss der Teilnehmer nicht unbedingt als Erster durch die Ziellinie gehen. Schnellstes Schiff, nicht nur nach gesegelter Zeit, war dann die "All4One", die um 14:27 Uhr nach vier Stunden und 39 Minuten die Ziellinie passierte. Die längste Segelzeit hatte die 8,56 Meter lange "PICABO" gesteuert von Norbert Nissen, vier Teilnehmern schafften das Zeitlimit nicht. Eine Protestverhandlung zögerte das Ergebnis am Sonnabend bis nach 21 Uhr hinaus. "Eigentlich unnötig, weil die Kontrahenten aus verschiedenen Startgruppen davon noch nicht einmal profitierten", kommentiert Jury Mitglied Eckhard Ruh den Vorfall. Dies führte jedoch dazu, dass alle auf die Siegerehrung, bei der die amtierende Miss Germany 2013, Caroline Noeding, dem jeweiligen Preisträger die Hand schüttelte, warten mussten.

Weniger Wind dann am Folgetag: Angesagte Windstärke um eins aus südwestlicher Richtung forderte weniger körperliche Einsatz sondern mehr Taktik und Revierkenntnisse, denn die Nordseite der Eckernförder Bucht war deutlich bevorteilt. Dies erkannten die gewiefteren Teilnehmern schnell, die für den angesagten Up & Down Kurs beim Kreuzen nur wenige Zentimeter Wasser unter dem Kiel in Kauf nahmen. Gestartet wurden in sieben Gruppen mit insgesamt 36 Teilnehmer, sechs Yachten hatten sich aufgrund der Windbedingungen vorzeitig abgemeldet. Zog sich das Teilnehmerfeld im Laufe der Wettfahrt zusehend auseinander, machte sich an der Luvtonne die Abdeckung von Land bemerkbar, wo etliche wieder zusammenkamen. "Er hatte keine Chance", sagt Laschinsky, als er die Kollision an der Tonne zwischen zwei Teilnehmern kommentierte, bei der die "Tango" hilflos ohne Fahrt quer trieb und die Kollision mit der "La Sopresa" unvermeidbar machte, die aus Platzmangel nicht ausweichen konnte.

Nicht leicht machte es sich Wettfahrtleiter Kuchel mit seiner Entscheidung, die zweite Wettfahrt abzusagen. Nachdem der Wind zunächst noch 20 Grad nach rechts drehte, bevor er nahezu einschlief, wäre jedoch eine ordnungsgemäße Wettfahrt nicht mehr zustande gekommen.

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