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Segeln auf der Ostsee : 45. Eck-Days erfolgreich zu Ende

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25 Boote nahmen an dem Wettbewerb teil - Christoph Nielsen aus Berlin wurde erneut Gesamtsieger.

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 07:45 Uhr

Eckernförde | Fast war es wie Straßenbahnfahren, als die 25 Boote bei den 45. Eck-Days des Segelclubs Eckernförde (SCE) ihren Besten, darunter acht Teams vom Bodensee, zwei aus Berlin und ein Boot aus Dänemark, ermittelten. "Up and down" war die Kursvorgabe aus der Segelanweisung, die Windrichtung mit Südsüdwest gab die längstmögliche Distanz vor: Start auf Höhe Hemmelmark mit Kurs Richtung Altenhof, wo zunächst der Wendepunkt und das spätere Ziel lag.

"Wir mussten außerhalb des Sperr- und Warngebiets bleiben", beschreibt Wettfahrtleiter Dr. Walter Sperlich die Problematik bei der vorherrschenden Windrichtung. Gesegelt wurden fünf Wettfahrten, drei davon am ersten Tag. Je Start musste die Distanz zweimal durchsegelt werden.

Herrschten auf der Nordseite der Bucht noch gute Windbedingungen, machte sich beim Näherkommen an die Leemarke immer stärker der Einfluss der Steilküste bemerkbar, der zeitweilig ein direktes Anliegen auf die Bahnmarke für Segler auf der linken Seite ermöglichte. Die Segler, die sich für die rechte Seite des Seegebiets entschieden, wurden teilweise mit mehr Wind belohnt, sodass sich die Positionen in der Reihenfolge mit jeder Bahnmarkenrundung pro Wettfahrt ständig verschoben. Auch blieb die Windstärke nicht konstant, in den Spitzen wurden am ersten Tag bis fünf, tags darauf bis sieben Windstärken gemessen. Während die restlichen Starts problemlos liefen, musste der erste Start nach etlichen Frühstartern zweimal wiederholt werden. "Da fehlt aufgrund des langen Winters einfach noch die Routine", stellt Sperlich fest, der den langjährigen Wettfahrtleiter Peter Goos vertrat.

Mit dabei waren, wie schon in den vergangenen Jahren, neun Segler vom Bodensee. Aus langjähriger Freundschaft entwickelt, stellen jedes Jahr SCE-Segler ihre Boote für die Teilnahme zur Verfügung. "Hier oben habt ihr einfach mehr Wind", sagt die Folkebootklasse-Obfrau Elly Kaspar aus Kressbronn. Sie lobte das Bestentraining an den beiden vorangegangen Tagen, bei dem in zwei Gruppen auf wichtige Schwerpunkte wie Segel- und Bootstrimm eingegangen wurde. "Gerade für uns Binnenländer war es eine gute Vorbereitung", sagt Kaspar.

Knapp war das Ergebnis auf den ersten beiden Plätzen: Trotz Punktegleichstand wurde auch in diesem Jahr Christoph Nielsen aus Berlin erneut Gesamtsieger. Mit zwei ersten und einem zweiten Platz wies er in den Teilergebnissen bessere Werte vor, als Dirk Rohrbeck mit Crew von der Cara. Erfolgreichster Teilnehmer vom SCE war Arne Brach auf Sande man mit einem achten Platz, direkt gefolgt von Fritz Schaarschmidt auf seiner Rennschnecke. Letzterer zeigte sich auch für die Gesamtorganisation verantwortlich.

Ergebnisse

1. "Chiquita", Christoph Nielsen/ Klaus Reichenberger/ Torben Dehn; SV03 Berlin

2. "Cara", Dirk Rohrbeck / Rainer Rehbehn / Olaf Jahnke; Wassersport-Vereinigung Mönkeberg (WVM)

3. "Hasta lavista", Sönke Durst / Gerhard Kunze / Erika Beyerle; Laboer Regattaverein (LRV)

4. "645", Andreas Blank/ Katja Knegendorf/ Konrad Sagebiel; Segler Club Gothia (SCG)

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