Handball Hamburg-Liga : Vom Tor auf die Trainerbank

In der vergangenen Saison war Matthias Matuch im Tor der große Rückhalt des BMTV, nun übernimmt der 41-Jährige das Traineramt beim Hamburg-Liga-Neuling.
In der vergangenen Saison war Matthias Matuch im Tor der große Rückhalt des BMTV, nun übernimmt der 41-Jährige das Traineramt beim Hamburg-Liga-Neuling.

Matthias Matuch löst beim Hamburg-Liga-Aufsteiger Barmstedter MTV Andreas Butzmann als Übungsleiter ab.

shz.de von
16. Juni 2018, 10:00 Uhr

Barmstedt | Die Übersicht über das gesamte Feld hat Matthias Matuch (41) bisher schon gehabt. Als Torhüter hatte er das Spiel vor sich. Künftig wird er die Draufsicht von der Seitenlinie aus haben. Mattuch löst beim Hamburg-Liga-Aufsteiger Barmstedter MTV Andreas Butzmann als Trainer ab.

Butzmann hat aus beruflichen und familiären Gründen aufgehört. „Ich habe nicht die Zeit, um dieses Amt so auszufüllen, wie ich es machen möchte“, sagte er. Auch Torsten Krause – bisher Routinier, Spielgestalter und Haupttorschütze in Personalunion – verlässt aus diesen Gründen die Mannschaft.

„Ich kann ja auch nicht ewig Handball spielen.”

In Matthias Matuch fand sich der logische Trainer-Nachfolger in den Reihen, denn der Schlussmann hatte Butzmann bereits in der abgelaufenen Spielzeit unterstützt.

Dem Wechsel von der aktiven in die eher passive Rolle auf der Bank sieht Matuch mit viel Vorfreude entgegen. „Ich kann ja auch nicht ewig Handball spielen. Ich konnte mir immer gut vorstellen, danach ins Traineramt zu gehen“, sagte er.

Nachfolger im Tor gesucht

Eine Bedingung, um sich wirklich auf die Rolle des Übungsleiters zu konzentrieren, ist, eine personelle Alternative für die Position zwischen den Pfosten zu haben. Diesen Job hatte er zuletzt quasi im Alleingang ausgeübt.

Aktuell habe ein Torhüter für die nächste Saison zugesagt, mit einem weiteren sei er im Gespräch. Weitere Einzelheiten verriet er nicht. „Ich möchte keine Namen nennen, bevor der Spieler in den Verein eingetreten ist“, sagte er.

„Meine Philosophie ist ein moderner und schneller Handball.”

Klar ist aber, dass der BMTV sich verjüngen muss. Einige Gastspieler bei den derzeit zwei lockeren Trainingseinheiten pro Woche hätten auch schon gute Eindrücke hinterlassen. Mit ihnen will Matuch das Tempo im Vergleich zum bisher eher behäbigen Aufbau deutlich anziehen.

„Meine Philosophie ist ein moderner und schneller Handball“, sagte er. Aus einer stabilen Deckung heraus mit Ballgewinnen zu einfachen Toren zu kommen, ist das Stichwort. Verschärft wird daran ab dem 23. Juli gearbeitet, wenn die heiße Phase der Vorbereitung beginnt.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen