Wieder kein Auswärtspunkt : SSV Rantzau verliert auch in Halstenbek

Phil Breuel (links) und der SSV Rantzau müssen weiter auf den ersten Punkt in der Fremde warten. Die SV Halstenbek-Rellingen um Adrian Ghadimi darf sich dagegen über den ersten Heimsieg freuen.

Phil Breuel (links) und der SSV Rantzau müssen weiter auf den ersten Punkt in der Fremde warten. Die SV Halstenbek-Rellingen um Adrian Ghadimi darf sich dagegen über den ersten Heimsieg freuen.

Der Fußball-Landesligist aus Barmstedt kassiert die fünfte Auswärtsniederlage. Zwei Aspekte geben aber Hoffnung.

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01. Oktober 2018, 12:05 Uhr

Barmstedt, Halstenbek | Christopher Saalmann (29), Trommler und Anführer der SSV-Ultras, reagierte enttäuscht. „Im Vergleich zum Erfolg über den FC Türkiye war das gar nichts.“

Beim 1:3 (0:2) auswärts gegen die SV Halstenbek-Rellingen wurden die Barmstedter Landesliga-Fußballer den internen und externen Ansprüchen nur in der letzten halben Stunde gerecht.

Die mit den blauen Hemden und den weißen Hosen feierten ihren ersten Heimerfolg. Die mit den weißen Hemden und blauen Hosen warten weiter auf ihren ersten Auswärtspunkt.

Das lag am Halstenbeker Marcel Schöttke, der Keeper Tilman von Velde zunächst mit einem Scharfschuss überwand (1:0/22.) und noch einen Freistoß bei den Barmstedtern unterbrachte (3:0/51.). „Den kann ich halten“, räumte von Velde später ein.

Kapitän meldet sich eindrucksvoll zurück

Selbstkritisch äußerte sich auch Marcus Fürstenberg. „Jonas Matern war angeschlagen. Es wäre besser gewesen, ihn nicht einzusetzen.“ Zum Schluss zog der SSV-Coach sein Ass aus dem Ärmel. Das war Flemming Bruns, der in den 26 Minuten seines Mitwirkens der HR-Defensive gewaltig zusetzte.

Als der von einem Bänderriss genesene Kapitän in der 70. Minute Verteidiger Sergio Batista den Ball abknöpfte und seine Halbchance blitzschnell zum 1:3 nutzte, war es um die Halstenbeker Souveränität bis dahin geschehen.

HR-Akteur Marcel Schöttke (Mitte) bejubelt sein Tor. Mit ihm feiern Dario Ivanko (oben) und Ümit Karakaya.
Claus Bergmann

HR-Akteur Marcel Schöttke (Mitte) bejubelt sein Tor. Mit ihm feiern Dario Ivanko (oben) und Ümit Karakaya.

 

HR-Trainer schießt gegen Ex-Keeper nach

Hätte sich HR-Torwart Louis Vierth nicht mehrfach Bruns, Finn Krupski und dem ebenfalls eingewechselten Jannik Ruhser vor die Füße geworfen, wäre es ein 3:3 geworden. „Unser Torwart hat uns  den Hintern gerettet. Wenn ich da an das 3:3 gegen Nikola Tesla denke...“, sagte HR-Coach Heiko Barthel.

Das war ein Seitenhieb an den kurzfristig zum FC Türkiye abgewanderten Stefan Steen. Für das 3:1 über die Wilhelmsburger hatte Barthel den Barmstedtern sogar eine Koste Bier spendiert. Damit soll die Vergangenheitsbewältigung jetzt aber abgeschlossen sein.

„Aufgrund der ersten 55 Minuten ist der HR-Sieg allerdings verdient“, betonte indes Marcus Fürstenberg.

Nächste Chance in Eidelstedt

In der stillen Hoffnung, dass es wenigstens bei HR-Opfer SV Eidelstedt (1:9) am elften Spieltag klappt mit dem ersten Auswärtspunkt. Die Eidelstedter haben ihre vergangenen sechs Partien allesamt verloren.

SV Halstenbek-Rellingen – SSV Rantzau 3:1 (2:0)

SV Halstenbek-Rellingen: Vierth – D. Ghadimi, Krabbes, Ernst, Batista – Theis, Ivanko, Schöttke – A. Ghadimi (68. Najjar), Humann (63. Clausen), Karakaya (68. Dias Mesquita).

SSV Rantzau: von Velde – P. Breuel, Rohr, J. Thieme, Lohmann – N. Schulz (46. Ruhser), Bendix, Krupski – Dohrn (64. Bruns), Matern (46. Jensen), Tiryaki.

Tore: 1:0 Schöttke (22.), 2:0 Humann (26.), 3:0 Schöttke (51.), 3:1 Bruns (70.). 

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