Wenn Nuancen entscheiden : TuS Esingen verliert erstes Heimspiel

Die Esinger Kreisläuferin Marike Pletz (rechts) hatfreie Wurfbahn. Katharina Schmidt (links) und Janne Lisa Hübner können nur gebannt zuschauen.
Die Esinger Kreisläuferin Marike Pletz (rechts) hatfreie Wurfbahn. Katharina Schmidt (links) und Janne Lisa Hübner können nur gebannt zuschauen.

Tornescher Handballerinnen müssen sich der SG Todesfelde/Leetzen knapp geschlagen geben.

shz.de von
10. September 2018, 17:35 Uhr

Tornesch | Es waren Nuancen, die in Tornesch über Sieg und Niederlage entschieden. In der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein unterlagen die Frauen des TuS Esingen Aufstiegsanwärter SG Todesfelde/Leezen zwar 26:27 (12:10).

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft”

Die Gäste hätten sich nicht beklagen dürfen, wenn das Heimteam die Punkte behalten hätte. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagte TuS-Trainer Michael von Thun. „Sie hat das taktische Abwehrkonzept toll umgesetzt und im Angriff über weite Strecken sehr gut gespielt.“

Ganz zufrieden war von Thun jedoch nicht. In Anbetracht des guten Starts (5:1) und einer überlegen geführten ersten Halbzeit, wäre mehr möglich gewesen. „Wenn wir die beiden Siebenmeter und die doppelte Chance kurz vor der Pause genutzt hätten, wären wir mit fünf Toren Vorsprung in die Kabine gegangen“, gab der Esinger Coach zu Bedenken.

Vermehrt Fehler nach der Pause

Dass sich in der zweiten Hälfte Esingens Fehler häuften, lag einerseits an der spielerischen Steigerung der SG-Crew, die nun vor allem über beide Außenpositionen und über Durchbrüche zum Kreis erfolgreich war.

Zu häufig kam die TuS-Abwehr bei den schnellen Ballgängen und Aktionen der Gäste zu spät, so dass die Schiedsrichter fünf Zeitstrafen aussprachen, was die Defensivarbeit natürlich erheblich erschwerte. Hinzu kam, dass die ansonsten starke Torhüterin Laura Ristau kein Mittel gegen Würfe von den Außenpositionen fand.

Top-Werferin Büchel schmerzlich vermisst

In Folge dieses Spielverlaufs machte sich das Fehlen von Carina Büchel bemerkbar, die zum Auftakt in Reinfeld acht Tore erzielt hatte. „Sie hat sich kurzfristig aufgrund von Fieber abgemeldet“, erklärte Michael von Thun, der damit neben Miriam Boldt (warf nur einen Siebenmeter) auf eine zweite wichtige Rückraumkraft verzichten musste.

Zwar traf Svenja Rix-Müller exzellent aus der Distanz und auch das Spiel über den Kreis zu Marike Pletz klappte gut, so dass die Partie immer offen blieb. Mit zunehmenden Spieldauer schwanden jedoch Kraft und Konzentration bei den TuS-Frauen.

Trainer von Thun zeigt sich selbstkritisch

„Vielleicht hätte ich in der letzten Viertelstunde von der 5:1-Deckung auf eine 6:0-Abwehr zurückgehen sollen“, übte von Thun Selbstkritik, weil die bis dahin von Sandra Klein abgemeldete Schützin Anna-Lena Grell auf rechts außen gewechselt war und von dort noch dreimal traf.

Doch es hätte auch gut gehen können. Wenn Pletz beim Stande von 25:26 ausgeglichen oder Rix-Müller kurz darauf nicht nur die Latte getroffen hätte. Letztlich gingen aber die Gäste als Sieger vom Feld. „Mein Team hat sich aber toll verkauft und wird sich in der Oberliga gut behaupten“, so von Thun.
 

TuS Esingen – SG Todesfelde/Leezen 26:27 (12:10)

TuS Esingen: Ristau; Rix-Müller (9),  Pletz, Hauschildt, Speckin (je 4), Frederike Schmidt (2), Lux, Lipp, Klein (je 1), Butzmann-Schlegel, Boldt, Abel, Kaiser.

Spielfilm: 2:0, 5:1, 6:2, 6:4, 7:6, 11:8, 12:9, 12:10 – 13:10, 13:13, 16:13, 17:14, 17:17, 18:17, 18:20, 19:21, 22:21, 22:23, 25:24, 25:27, 26:27.

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