Spielmacher mit Torriecher : Maik Stahnke schießt Union Tornesch zum Derbysieg

Mit zwei Toren wischt Union-Spielmacher Maik Stahnke (Mitte) alle Kritik vom Tisch. Besart Tara (links) und Neuzugang Christian Najjar können ihn nicht stoppen.

Mit zwei Toren wischt Union-Spielmacher Maik Stahnke (Mitte) alle Kritik vom Tisch. Besart Tara (links) und Neuzugang Christian Najjar können ihn nicht stoppen.

Tornescher Landesliga-Fußballer schlagen SV Halstenbek-Rellingen. Mittelfeldmann Stahnke entledigt sich jeglicher Kritik.

shz.de von
06. August 2018, 13:45 Uhr

Tornesch | Lennart Dora, Maik Stahnke, Adrian Ghadimi, Yannick Sottorf. Vier Köpfe, vier Tore. Um jeden einzelnen der Protagonisten beim 3:1 (2:0) von Union Tornesch gegen die SV Halstenbek-Rellingen (Fußball-Landesliga) rankt sich eine kleine Geschichte.

Stahnke geht in seiner neuen Rolle voll auf

Union-Trainer Thorben Reibe vermisste in den bisherigen Pflichtspielpartien die Kreativität. Angesprochen fühlen durfte sich Spielmacher Stahnke, dem Reibe im Derby eine offensivere Rolle als bisher auf den Leib schneiderte. Stahnke wischte die Kritik an seiner Person mit Torerfolgen zum 2:0 in der 40. und zum 3:1 (83.) vom Tisch.

Lennart Dora meldet sich eindrucksvoll zurück

„Wichtige private Angelegenheiten.“ Lennart Dora hatte sich deshalb in der abgebrochenen Partie beim FC Türkiye, die am Dienstag, 14. August, um 19 Uhr, wiederholt wird, einen Tag freigenommen.

Für das Verständnis seines Trainers bedankte sich der Sechser nach einer Viertelstunde, als er nach einem Kopfballzuspiel von Jannek Laut ebenfalls per Kopf das 1:0 erzielte.

Adrian Ghadimi schießt seinen Frust weg

Bei Adrian Ghadimi weiß HR-Trainer Heiko Barthel nicht, woran er ist. Seit 18 Monaten macht dem Stürmer eine Schambeinentzündung zu schaffen. Davon war aber nichts zu merken, als Ghadimi den Ball nach einem Zuspiel seines älteren Bruders Dennis mit voller Wucht unter die Latte „zimmerte“ (1:2).

Der Torschütze freute sich, für die Qualen der Vergangenheit ein bisschen entschädigt worden zu sein.

Yannick Sottorf springt ein

Und dann wurde außer Adrian Ghadimi ja auch noch Yannick Sottorf eingewechselt. Der hatte neun Tage zuvor in Gegenwart seiner hochschwangeren Ehefrau klipp und klar erklärt, aus familiären Gründen auf unbestimmte Zeit nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Dass er dennoch (ohne Training) mitwirkte, sagt alles aus über die angespannte personellen Lage der Halstenbeker.

Tornescher gedanklich schneller

„Union war vor der Pause die abgeklärtere Mannschaft, gedanklich schneller im Umschalten. Es wurde bei uns besser, nachdem wir unsere taktischen Schwächen in der Halbzeit angesprochen hatten.“ So sah der Halstenbeker Co-Trainer Sebastian Loether das Derby.

In der rechten Hand das Feierabendbier, in der linken den Pappteller mit der Bratwurst blinzelte Thorben Reibe auf der Terrasse des Torneums zufrieden in die Sonne. Sein Team nimmt Fahrt auf.

FC Union Tornesch – SV Halstenbek-Rellingen 3:1 (2:0)

FC Union: Baese – Gomes, Moritz, Zimmermann, Tiedemann – Dora, Werning – Kuschka, Knottnerus (83. Beckmann) – Stahnke (88. Swennosen) – Laut (75.Lüneburg)

SV Halstenbek-Rellingen: Steen – Najjar, Krabbes, Krohjn, Schöttke – Theis, Karakaya (40. A. Ghadimi) – Clausen (62. Sottorf), D. Ghadimi  – A. Tara, B. Tara

Tore: 1:0 Dora (15.), 2:0 Stahnke (40.), 2:1 A- Ghadimi (60.), 3:1 Stahnke (83.)

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