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2. Handball-Bundesliga : Zweite Hälfte macht Mut

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

TSV Nord Harrislee bleibt nach dem 22.29 gegen die Füchse Berlin Zweitliga-Schlusslicht. Die zweite Halbzeit ging mit 15:10 an die Gastgeberinnen.

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2013 | 08:07 Uhr

Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee kommen nicht vom Tabellenende weg. Mit 22:29 (7:19) unterlag die Mannschaft von Thomas Blasczyk dem Aufstiegsanwärter Füchse Berlin und bleibt damit nach der vierten Niederlage im vierten Saisonspiel Zweitliga-Schlusslicht.

Dabei verloren die Nord-Frauen nach neun Minuten völlig den Faden. Zu Beginn der Partie hielt Linda Kühl ihr Team mit einigen Paraden im Spiel. Und auch eine Auszeit von Coach Blasczyk beim Stande von 2:6 schien zunächst zu fruchten. Nach dem anschließenden 2:7 verkürzte der Nordexpress mit Tempo auf 4:7. Doch danach nutzten die Hauptstädterinnen die Schwächen in der Harrisleer Offensive, die keinen Druck auf die Berliner Deckung erzeugen konnte, gnadenlos aus. Drei Minuten später stand es bereits 4:10, und nach dem 6:12 (17.) agierten die Nord-Handballerinnen komplett desolat. So erzielten die Gäste bis kurz vor der Pause sechs Tore in Folge. Mit einem ernüchternden 7:19 ging es in die Kabinen, aus der der Nordexpress mit einer komplett anderen Einstellung kam.

Nach dem 7:21 sah zunächst alles nach einem Debakel gegen den Tabellenzweiten aus. Doch dann packte das Blasczyk-Team das Kämpferherz aus und zog damit die 200 Fans in der Idraetshalle auf seine Seite – außer die 20 dauerhaft trommelnden Füchse-Anhängern. Trotz weiterer technischer Fehler und Fehlversuche wurde die Gäste-Deckung nun mit schnellem Kombinationsspiel und Kreuzbewegungen immer wieder ausgehebelt. Dazu gesellte sich eine bewegliche Abwehr, die um jeden Ball kämpfte, und eine sich wieder steigernde Torhüterin Linda Kühl.

Nach dem 13:24 (44.) kam der Nordexpress auf 16:24 heran, verpasste aber das mögliche 17:24. Doch der Kopf beim TSV Nord blieb oben und dreieinhalb Minuten vor dem Ende gelang das 20:26. Doch die gute Bianca Trumpf beendete im Gegenzug mit dem 20:27 die letzten Zweifel am Berliner Sieg. Die mit 15:10 gewonnene zweite Halbzeit sorgte aber für großen Applaus von den Rängen, über den sich Thomas Blasczyk sehr freute. „Vielen Dank an die Zuschauer, dass sie uns am Schluss so beigestanden haben. Sie hatten ein feines Gespür dafür, dass die Mannschaft diese Unterstützung brauchte“, zog der Nord-Coach ein ruhiges Fazit über die 60 Minuten auf dem Parkett. „Leider haben wir in der zweiten Phase der ersten Halbzeit dass Spiel aus der Hand gegeben, überhastet abgeschlossen. Die Berlinerinnen haben das mit ihrer Erfahrung ausgenutzt. In der zweiten Halbzeit hat meine Mannschaft sich dann herangekämpft und gezeigt, wie es heute hätte gehen können. Aber mein junges Team braucht weiter Zeit, um sich zu entwickeln.“

TSV Nord Harrislee: Andresen, Kühl - Riebow (2/2), Schultze (2), Patrail (1), Schulz (5), Carstensen, Gustin (1), Behrendsen (2), Vogeler (2), Köster (2), Maier (1), Machau (2), Prante (1), Janeckova (1).

Füchse Berlin: Hedermann, Lekka - Schwarz, Weisheitel (4), Eber, Loll (1), Blödorn, Hartinger (2), Seeger, Sviridenko, Trumpf (6/2), Beier (8), Nega (2), Goldhagen (2), Rupp (1), Varkonyi (3/2).
Schiedsrichter: Mücke/Titze.
Zuschauer: 200 (in der Idraetshalle).

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