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Heimniederlage gegen den Tabellenführer : Zwei Schwächephasen bringen den Nord-Express aus der Spur

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Handball-Frauen des TSV Nord Harrislee mussten im zweiten Heimspiel der 3. Liga ihre zweite Niederlage hinnehmen. Gegen die HSG Hannover-Badenstedt gab es ein 19:22 (9:12).

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2015 | 14:00 Uhr

„Wir haben gegen den Tabellenführer in der zweiten Halbzeit Unentschieden gespielt, zudem hat meine Mannschaft das ganze Spiel gekämpft und nie aufgegeben“, lobte Trainer Shorty Linde sein Team dennoch.

Nach einem 2:2-Zwischenstand (9.) kam der Nord-Express auf Touren. Binnen zwei Minuten sorgten Luisa Kieckbusch, Merle Carstensen und Sarah Lena Börnsen für einen 5:2-Vorsprung. Durch einen weiteren Carstensen-Treffer und ein Tor von Jana Franzke stand es nach einer Viertelstunde 7:3. Doch schon in dieser Phase gab es einen Aufreger, als Carstensen beim Sprungwurf in der Luft von einer Gegenspielerin förmlich „gepflückt“ wurde, eine Zeitstrafe aber ausblieb. „Es gab nur eine gelbe Karte“, ereiferte sich der Nord-Coach. Sein Team ließ sich davon beeindrucken und verlor in der Offensive den Faden. So verkürzten die robusten Gäste fünf Minuten später auf 7:6. Ausgerechnet in Unterzahl traf Carstensen zum 8:6 (21.) und schien ein Zeichen zu setzen. Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff sorgte ein verwandelter Siebenmeter durch Lotta Woch beim 9:8 aber für die letzte Harrisleer Führung. Der Liga-Primus war nun endgültig im Spiel, erzielte durch vier Tore in Folge, und der TSV Nord musste mit einem 9:12 in die Pause.

Nach dem Wechsel lief der Nord-Express über 9:14 (34.) und 12:17 (39.) zunächst einem Fünf-Tore-Rückstand hinterher. Danach herrschten auf dem Parkett der Holmberghalle Kampf und Krampf. Dem Linde-Team gelang in den kommenden zehn Minuten nicht ein Treffer. Dank einer rackernden Deckung und einer überragenden Torhüterin Sophie Kröger-Petersen, die für die im ersten Durchgang starke, aber später glücklose Marie Andresen zwischen die Pfosten gerückt war, musste der TSV Nord selbst aber auch nur drei Gegentreffer hinnehmen.

Dennoch war das 12:20 nach 49 Minuten Spielzeit eine zu hohe Hypothek für die Harrisleerinnen. Als nach dem 17:21 durch Lotta Woch (55.) ein letztes Pflänzchen Hoffnung auf einen Punktgewinn aufkeimte, machte Saskia Rast diesen knapp zwei Minuten später mit dem entscheidenden 17:22 zunichte. Am Ende stand eine 19:22-Niederlage, die Shorty Linde enttäuscht, aber weitsichtig einordnete. „Wir haben in unserer Mannschaft viele junge Spielerinnen, für die die 3. Liga absolutes Neuland ist. Sie müssen sich auch in jedem Training beweisen und weiterentwickeln und hart an sich arbeiten, um die körperlichen Voraussetzungen für diese Spielklasse zu bekommen.“

TSV Nord Harrislee: Andresen, Petersen-Kröger - Lundelius, Woch (7/3), Burmeister, Fries, Carstensen (5), Lache, Litschke, Clausen (1), Plöger, Franzke (2), Kieckbusch (1), Börnsen (3).

HSG Hannover-Badenstedt: Schierholz, Kemmer - Rast (5/1), Neuemdorf (4), Pollakowski, Seehaussen (3), Dybul (4/1), Dölle, Gerber, Wagenlader (2), Pollex, Baumeister, Friebe (2), Defayay (2).

Schiedsrichterinnen: Gehls/Oldenburg. – Zuschauer: 210.






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