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heimniederlage gegen hannover : Zum Schluss fehlt die Cleverness

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am Ende jubelten die Niedersachsen. In einem umkämpften Heimauftakt verlor das Junior-Team der SG in der 3. Handball-Liga 22:24 (12:11) gegen den HSV Hannover.

shz.de von
erstellt am 07.Sep.2015 | 12:45 Uhr

„Mit Rückschlägen können wir noch nicht umgehen“, analysierte SG-Trainer Till Wiechers. „Wir haben viele junge Spieler, die das noch lernen müssen.“

Dabei sah es in der Anfangsphase sehr danach aus, als ob die Hausherren die Enttäuschung der Vorwoche schnell aus dem Ärmel schütteln würden. 3:1 hieß es nach fünf, 6:3 nach elf Minuten. Nick Witte wirbelte auf Linksaußen, Morten Dibbert traf aus der zweiten Reihe, und die ersten Anspiele landeten bei Marcel Möller am Kreis. Torwart Tim Lübker und die Deckung waren sofort im Bilde. „Die sehr aggressive Abwehr der Flensburger hat uns immer wieder vor schwere Aufgaben gestellt“, beobachte HSV-Trainer Stephan Lux.

Doch im Angriff häuften sich die Fehler, unübersehbar schwang eine Verunsicherung mit, die der frisch eingewechselte Jan Torben Ehlers sogleich adaptierte: Ein Fehlpass an den Kreis und gleich danach eine Zeitstrafe. Alle Improvisationskünste erforderte die Lücke im rechten Rückraum: Morten Dibbert fing als Rechtshänder auf dieser Position an. Es folgten viele Alternativ-Lösungen, auch Spielzüge mit zwei Kreisläufern. In Kürze, so war zu hören, soll Linkshänder Niels-Jonas Simons wieder einsetzbar sein.

Trotz aller Probleme steuerte das Junior-Team auf ein nettes Halbzeit-Polster zu. Norman Louwers verwertete zwei Gegenstöße in Serie, dann erhöhte Jan Torben Ehlers mit einem Rückraum-Kracher auf 12:9 (29.). Ärgerlich, dass die Gastgeber offenbar das Zeitgefühl verloren hatten, beim letzten Ballverlust vor der Pause nicht mir zurück rannten und so mit der Sirene den Anschluss kassierten.

Der zweite Abschnitt entwickelte sich mehr und mehr zu einer zittrigen Angelegenheit, bei der die SG-Akteure die ruhigeren Hände zu haben schienen. Doch nach dem 20:18 (51.) und einem niedersächsischen Team-Timeout drehte sich das Blatt. Die Gäste agierten in der Schlussphase konsequenter und kaltschnäuziger.

„Wir“, resümierte Till Wiechers, „haben nicht die gewünschte Leistung abgerufen – im Gegensatz zu den Zuschauern, die für Fördehallen-Verhältnisse für eine Wahnsinns-Stimmung gesorgt haben.“

SG II: Lübker – Kohnagel (1), Steidtmann, N. Witte (6/1), Nicolaisen (2), Dibbert (4), Ehlers (2), Hennig (1/1), Asmussen (2), Louwers (2), Möller (2).

HSV Hannover: Rackemann – Czok (3), Buhre (7), Benckendorf, Pille (6/3), Riedel (1), Ströh (3), Muscheiko (3), Quedenbaum (1), Müller.

Schiedsrichter: Heinkel/Hochsprung (Hamburg). – Siebenmeter: 3:3. – Zeitstrafen: 2:4.

Zuschauer: 250.

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