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Handball-Bundesliga : Zum Abschluss eine Party

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Letztes Heimspiel im alten Jahr: Die SG Flensburg-Handewitt erwartet am Sonntag um 15 Uhr in der restlos ausverkauften Flens-Arena die Füchse Berlin zum Spitzenspiel der Handball-Bundesliga. Der letzte Liga-Heimsieg des Vranjes-Teams gegen die Berliner liegt schon über vier Jahre zurück.

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2016 | 06:00 Uhr

Eine Woche vor dem Fest ist Ljubomir Vranjes schon in Feierlaune. „Es ist das letzte Heimspiel dieses Jahr, die Halle ist voll, es ist Party“, sagt der Trainer der SG Flensburg-Handewitt vor dem Duell mit den Füchsen Berlin morgen (15 Uhr) in der Flens-Arena. Allerdings ist ihm auch klar, dass es harte Arbeit und gute Nerven braucht, bevor am späten Sonntag Nachmittag gejubelt werden darf. Die Bilanz gegen die Hauptstädter gibt durchaus zu denken: Zuletzt gelang es der SG vor mehr als vier Jahren, die Füchse auf heimischem Parkett in 60 Minuten zu besiegen.

In bester Erinnerung ist das Pokaldrama vor sieben Wochen, als die Flensburger sich im Achtelfinale erst in der Verlängerung mit 36:34 durchsetzten. „Da waren wir noch nicht top. Inzwischen sind wir auf einem höheren Niveau“, sagt Vranjes. Zuletzt bewiesen am Mittwoch gegen Melsungen, was erheblich zur Hochstimmung des SG-Trainers beigetragen hat. „Ich bin echt stolz darauf, was wir geleistet haben. Zum siebten Mal hintereinander im Final Four – das ist nicht selbstverständlich, auch wenn es viele glauben“, sagt Vranjes.

Das ist auch ein Sieg über die Füchse nicht, zumal ungewiss ist, wie sich beim Tabellenvierten der Trainerwechsel von Erlingur Richardsson zu Velimir Petkovic auswirkt. „Ich war sehr überrascht. Man weiß ja nicht, was dort intern los war“, sagt Vranjes, der morgen möglicherweise spontan auf Änderungen im Berliner Spiel reagieren muss. „Viel Zeit hatte er ja nicht, aber Petko ist ein alter Fuchs. Man überlegt schon, was er früher so gemacht hat. Aber es bringt nicht viel, zu spekulieren. Wir müssen uns ganz auf unser Spiel konzentrieren.“

Aus der Hauptstadt kam schon mal eine Kampfansage von Linksaußen Bjarki Elisson: „Wir haben im Pokal eine sehr gute Leistung gezeigt. Wenn wir einen guten Tag erwischen, haben wir in Flensburg eine Chance“, sagte der Isländer, der Petkovic aus seiner Zeit in Eisenach als „großen Charakter und Motivator“ schätzt. Petkovic selbst hätte sich zum Einstand eine leichtere Aufgabe als die SG gewünscht: „Ich müsste lügen, wenn ich das Gegenteil behaupte“, sagte der 60-Jährige, versprach aber: „Wir werden alles tun, um dort zu gewinnen, wir wollen Flensburg überraschen.“

Beide Teams sind personell gut aufgestellt. Bei der SG sind alle 18 Akteure fit, bei den Berlinern fehlt nur Linkshänder Fabian Wiede.

RUND UMS SPIEL

Statistik: In bisher 22 Bundesliga-Spielen gegen Berlin hat die SG 14 Mal gewonnen und drei Mal verloren. Fünf Partien endeten Remis. Das Torverhältnis lautet 609:536.

Tickets: Keine Chance – die Flens-Arena ist seit Wochen ausverkauft.

Personalien:Für Jacob Heinl stehen die Zeichen wohl auf Vertragsverlängerung. SG-Trainer Vranjes sagte gestern, dass er mit dem aktuellen Kreisläufer-Trio Henrik Toft Hansen, Anders Zachariassen und Heinl sehr zufrieden ist. „Alle drei machen einen guten Job. Ich möchte alle drei behalten, weil die Belastungen gut verteilt werden und Kreisläufer mit am schwersten zu ersetzen sind.“ Dennoch sieht es derzeit nach einer Kader-Reduzierung aus, wobei wirtschaftliche Gründe nicht das einzige Kriterium sind. „Immer vier Spieler streichen zu müssen, ist nicht gut für die Betroffenen und nicht gut für die Stimmung in der Mannschaft“, sagt Vranjes. Ivan Horvath beispielsweise arbeite im Training sehr gut, sei allerdings noch nicht so weit, dass er in engen Situationen gebracht werden könne. Man werde die Kadergröße aber überdenken, wenn die HBL doch noch zur Vernunft kommt und ein 16er-Aufgebot erlaubt.

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