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Comeback von Marc Blockus : Zu viele Lücken in der Abwehr

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der DHK Flensburg hat es verpasst, den VfL Potsdam in der Tabelle der 3. Handball-Liga zu überflügeln. Mit 29:33 (14:14) verlor der Siebte gegen die auf Rang drei stehenden Gäste sein Heimspiel vor 520 Zuschauern in der stimmungsvollen Idraetshalle.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2015 | 07:00 Uhr

Damit rutschten die Fördestädter vorläufig auf den neunten Platz ab.

Der Beginn der Partie verlief ausgeglichen. Doch nach dem 2:2 (5.), setzten sich die Gäste binnen vier Minuten auf drei Treffer ab und hatten mit 3:6 die Nase vorn. Dann packte die DHK-Deckung gut zu, und Torhüter Paul Weidner parierte einige Bälle. So drehte die Mannschaft von Matthias Hahn den Rückstand binnen drei Minuten in eine 7:6-Führung. Es folgte eine weitere Schwächephase, die von den Gästen genutzt wurde, die sich auf 8:11 absetzten (18.). Bis zur Pause hatte der DHK den 14:14-Ausgleich erzielt.

Alles deutete auf eine spannende zweite Halbzeit hin, in die der VfL Potsdam mit zwei Treffern in Folge zum 14:16-Zwischenstand startete. Doch die Gastgeber konterten noch einmal, und neun Minuten nach dem Wechsel stand das Spiel nach einem Tor von Rückraumshooter Sjören Tölle beim 19:19 wieder pari. Dann jedoch offenbarte der DHK Probleme in der Abwehr, die vom Potsdamer Spielmacher Philipp Reuter, der einst in der Bundesliga für den TV Großwallstadt spielte, schonungslos aufgedeckt wurden. „Er hat seine Erfahrung ausgespielt und die richtigen Entscheidungen getroffen“, sagte Matthias Hahn. Er musste mit ansehen, wie Reuter seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene setzte und den DHK so binnen fünf Minuten mit 19:24 ins Hintertreffen brachte.

Doch Hahn zog noch einmal einen Trumpf aus dem Ärmel und brachte nach einer fast halbjährigen Verletzungspause Marc Blockus im rechten Rückraum. Er trug mit seinen drei Toren maßgeblich dazu bei, dass der DHK knapp neun Minuten vor dem Abpfiff auf 24:25 heran kam. „Da hat er gezeigt, wie wichtig er wieder für uns wird“, freute sich Hahn über den Lichtblick.

Aber die Gäste schlugen mit drei Treffern in Folge zurück und setzten sich auf 24:28 (54.) ab. Danach konnte der DHK dem Spiel keine Wende mehr geben, so dass am Ende eine 29:33-Niederlage stand. Diese ordnete Matthias Hahn richtig ein. „Potsdam hat hier mit vier Toren gewonnen, also ist der Sieg auch verdient. Wir haben zu viele Chancen liegen gelassen und einige technische Fehler gemacht. Aber ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat gekämpft.“

SG-Geschäftsführer Peter Stotz zog ein entspanntes Fazit und schaute bereits nach vorne auf die Partie gegen das Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt. „Das Ergebnis geht in Ordnung, die eingeladenen Flüchtlinge haben sich wohl gefühlt, und die Stimmung war top. Am kommenden Freitag, zum Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt II, werden wir einen Bus-Shuttle Service ab der Exe einsetzen.“


DHK Flensburg: Peters, Weidner – Jessen, Moisen, Pries, Brüne (5), Sievers (3), Wickert-Grossmann (1), Hinrichsen (2), Johannsen (1), Bruhn (7/4), Tölle (7), Blockus (3).

VfL Potsdam: Schulz, Matthias Frank – Weiß, Jaques, Schwarz (5), Trabelsi, Dierberg (7), Piske, Schmidt (5), Deutsch (1), Münchberger (2), Schindel, Reuter (9), Tobias Frank (4).

Schiedsrichter: Bergmann/Lochner.

Zuschauer: 520.

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