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"Wölfe" gewinnen das Double

vom

HSG Tarp-Wanderup nach 30:23 über DHK Flensburg Pokalsieger / Hürup mit zwei leidenschaftlichen Auftritten

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Altenholz | Zwei Wochen nach der Meisterschaft in der 3. Liga und dem Zweitliga-Aufstieg sicherte sich die HSG Tarp-Wanderup über Pfingsten in Altenholz das Final Four des Handballverbandes Schleswig-Holstein (HVSH). Im Finale behielt das Team von Trainer Christian Voß gegen den Oberligisten DHK Flensburg mit 30:23 (16:15) die Oberhand und sicherte sich damit das Double. "Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen heißen Gegner. Die Deckung hat in der zweiten Halbzeit 20 Minuten sehr stark gespielt. Das hat das Spiel entschieden", meinte ein glücklicher Christian Voß.

Die Fans der drei teilnehmenden Mannschaften des KHV Flensburg sorgten für eine tolle Atmosphäre in der Halle. DHK bestritt das Auftaktspiel gegen den THW Kiel II. Die Mannschaft von Matthias Hahn verfügte gerade mal über acht Feldspieler. Dennoch warf der Oberliga-Dritte gegen den Oberliga-Meister und Drittliga-Aufsteiger alles in die Waagschale. Es entwickelte sich eine spannende Partie, in der die "Jung-Zebras" bis zum Pausenpfiff (12:10) meist in Führung lagen. Im zweiten Durchgang wechselte die Führung ständig. Zwei Minuten vor dem Abpfiff hatte DHK mit seinem Rumpfteam die favorisierten Landeshauptstädter tatsächlich entscheidend mit 29:26 auf Distanz gehalten und schaukelte den Vorsprung bis zum 29:28-Endstand über die Zeit.

Im zweiten Halbfinale gab sich der Turnierfavorit aus Tarp gegen den Underdog TSV Hürup keine Blöße. Im "Duell der Meister" setzte sich der neue Zweitligist gegen den Oberliga-Aufsteiger kontinuierlich ab. Mit einem 18:12 wurden die Seiten gewechselt. Im zweiten Durchgang bauten die Tarper den Vorsprung weiter aus. Doch die Hüruper, die auf einige Leistungsträger verzichten mussten, ließen die Köpfe nie hängen und hielten nach Kräften dagegen. Am Ende stand aber ein klarer 42:30-Erfolg für die HSG, die somit im "Traumfinale" auf DHK traf.

Im Spiel um Platz drei zeigte Hürup gegen THW II abermals einen beherzten Auftritt und forderte den Kielern 45 Minuten lang alles ab. Auch eine rote Karte gegen Per Linde steckte der Außenseiter erstaunlich gut weg. Nach 6:5-Führung lag das Team von Trainer Christian Lutter über 11:19 zur Pause 15:19 zurück. Über 17:19 blieb der Außenseiter bis zum 24:28 (45.) auf Tuchfühlung, ehe THW sich mit vier Toren in fünf Minuten absetzte und 38:29 gewann. "Es war ein tolles Event für uns. Wir haben unsere Farben sehr gut vertreten. Ich bin stolz auf die Mannschaft", freute sich Lutter über die engagierten Spiele seines Teams. Mehr war mit der stark dezimierten Truppe nicht drin. Zumal drei Spieler aus der Zweiten dabei waren, die sonst in der Kreisoberliga spielen.

Im Finale forderte das "Häufchen der Aufrechten" von DHK-Trainer Matthias Hahn dem großen Favoriten HSG Tarp-Wanderup alles ab. Das Voß-Team musste sich vor allem in der ersten Halbzeit mächtig strecken. Nach fünf Minuten führte DHK, gestützt auf einen starken Torhüter Erik Quednau, mit 3:2. Doch auf der Gegenseite war Shooter Mario Petersen in Topform und avancierte mit neun Finaltoren der Spieler des Tages. Mit drei Treffern hatte er maßgeblichen Anteil daran, dass die Wölfe sich einen 8:5-Vorsprung (15.) herauswarfen. Doch DHK ließ sich nicht abschütteln, kam beim 8:8 und 11:11 zum Ausgleich und ging mit einem 15:16 in die Pause. Nach Wiederbeginn spielte der Oberligist bis zum 18:20 auf Augenhöhe. Doch nach 42 Minuten wechselte Voß beim Drittliga-Meister mehrfach durch und brachte vor allem in der Deckung frische Kräfte. Diese zermürbten mit Aggressivität und gutem Laufspiel den DHK-Angriff. So zog Tarp mit drei Treffern in Folge 23:18 davon. Das sorgte Mitte der zweiten Hälfte für Ruhe in den Reihen der Treenehandballer, die spätestens nach dem Petersen-Treffer zum 26:20 (52.) die Vorentscheidung erzielten. Am Ende bekam Kapitän Kay Blasczyk aus den Händen von HVSH-Präsident Karl-Friedrich Schwark die begehrte Trophäe überreicht.

DHK-Ligamanager Peter Stotz war trotz der Niederlage begeistert vom Auftreten des Oberligisten. "Wir haben in diesem Turnier gegen ganz starke Teams gespielt. Das war eine große Motivation für unsere jungen Spieler. So lange die Kräfte reichten, haben sie ein ganz starkes Finale gespielt. Wir sind alle absolut begeistert von der Mannschaft."

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