Am Ostermontag nach Barsinghausen : „Wir sind nicht gut gestartet“

Das Tor von Nico Empen (li., hier im Duell mit den St. Paulianern Kerim Carolus/Mitte und Brian Koglin) reichte dem SC Weiche Flensburg 08 am Dienstag nicht.
Das Tor von Nico Empen (li., hier im Duell mit den St. Paulianern Kerim Carolus/Mitte und Brian Koglin) reichte dem SC Weiche Flensburg 08 am Dienstag nicht.

Kurz nach dem Schlusspfiff am Dienstag in Norderstedt begann die Fehler-Analyse bei den Regionalliga-Fußballern des SC Weiche Flensburg 08.

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31. März 2018, 07:00 Uhr

Höchststrafe: Schon auf der Rückfahrt aus Norderstedt begannen die Regionalliga-Fußballer des SC Weiche Flensburg 08 mit der Aufarbeitung des 1:1 gegen den FC St. Pauli II. Video-Analyse stand auf dem Programm – immer wieder flimmerte die Szene, die zum Ausgleichstor der Hamburger führte, über den Bildschirm. „Das haben wir uns bestimmt zehn- bis zwölf Mal angeschaut“, sagte Co-Trainer Marc Peetz.

Ein überflüssiger Ballverlust, ein langer Schlag, der Ilidio Pastor Santos ins Eins-gegen-eins gegen Sirlord Conteh zwang, die folgende Rote Karte, ein Freistoß und der Abpraller, der zum Tor führte – es bestand Redebedarf. Nicht nur im Bus, auch beim Training am Mittwoch und Donnerstag. Auch am Sonnabend steht noch eine Einheit an, am Ostermontag (14 Uhr) steht dann das Nachholspiel beim 1. FC Germania Egestorf-Langreder in Barsinghausen an.

Von einer „gefühlten Niederlage“ sprach Peetz nach dem Last-Minute-Punktverlust. „In der Kabine war es fünf Minuten lang totenstill“, so der Co-Trainer und Teammanager. Hätte man den Flensburgern vor Anpfiff einen Punkt bei den Kiez-Kickern angeboten, hätten sie vermutlich angenommen – doch das späte (und verdiente) Ausgleichstor sorgte für Frust und deutliche Worte.

„Wir sind nicht gut aus der Winterpause gestartet. Die Mannschaft kann ihr zweifellos vorhandenes Potenzial nicht abrufen, es läuft noch nicht rund“, befand Peetz. Gegen Braunschweig und in Norderstedt war jeweils in den ersten 45 Minuten noch sehr viel Luft nach oben. Und gegen die Kiez-Kicker ließen die Flensburger ungewohnt viel zu, hatten Glück, dass die Hamburger mit ihren Torgelegenheiten allzu schludrig umgingen. Gegen die schnellen Stürmer des FC hatte die Defensive mehr als einmal das Nachsehen.

Tabellenplatz, Titelchance, ungeklärte Stadionfrage – alles das ist für Trainerteam und Spieler derzeit überhaupt kein Thema. Was zählt, ist ausschließlich das nächste Spiel. Und das steigt am Ostermontag beim Tabellen-Vierten in Niedersachsen – wieder eine Partie gegen einen guten Gegner. Egestorf-Langreder ist mit 36 Punkten längst aller Sorgen ledig, kann frei aufspielen. Am Sonnabend steht für die Germanen noch das Nachholspiel in Havelse an. Auch der SC Weiche 08 hätte über Ostern wohl spielen müssen, aber alle in Frage kommenden Gegner waren schon anderweitig beschäftigt. „Keiner mag uns. Will denn keiner mit uns spielen?“, fragt Peetz – und grinst übers ganze Gesicht.

Personell wird es wohl wieder Änderungen geben. René Guder ist nach abgesessener Gelb-Sperre sicher wieder ein Startelf-Kandidat, Ilidio fehlt nach der Roten Karte. Fiete Sykora ist angeschlagen, Florian Meyer, Jannis Pläschke und Nedim Hasanbegovic arbeiten intensiv am Comeback. Egal wer spielt: „Wir müssen wieder heiß darauf sein, den letzten Schritt zu machen“, fordert Peetz.

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