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2. Handball-Bundesliga : Wieder kein Tarper Sieg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zweitliga-Aufsteiger verliert Heimspiel nach starker erster Halbzeit mit 24:28 gegen TV Bittenfeld. Damit wartet das Team von Trainer Christian Voß weiter auf die ersten Punkte.

Nach einer bärenstarken und kämpferisch überzeugenden ersten Halbzeit hatten die knapp 450 Zuschauer in der Treenhalle berechtigte Hoffnung, dass die HSG Tarp-Wanderup die so dringend benötigten ersten Punkte in der 2. Handball-Bundesliga gegen TV Bittenfeld einfahren könnte. Es blieb aber am Ende nur bei der Hoffnung. Nach Spielschluss stand eine 24:28 (12:8)-Niederlage zu Buche, die man trotz der klaren Halbzeitführung verdient nennen kann. „Wir sind nach dem Wechsel völlig unerklärlich zusammengebrochen und haben komplett abgebaut. Die Art und Weise dieser Niederlage ärgert mich maßlos“, sagte HSG-Coach Christian Voß nach der Partie.

Dabei ging das Spiel anfangs genau in die gewünschte Richtung. Bis auf Matthias Hinrichsen (Knieverletzung) und Jan Molsen (Geburt seines Kindes) waren alle Spieler an Bord. Beide Mannschaften lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch, in dem sich vor allen Dingen die Abwehrreihen hervortaten. Gerade Malte Jessen und Morten Dibbert überzeugten im Tarper Mittelblock und spornten ihre Nebenleute dadurch konsequent an. Bittenfeld hatte somit große Probleme, die wenigen Lücken im Tarper Verbund zu finden. Dadurch konnten die Gastgeber endlich das gewohnte Tempospiel aufziehen, scheiterten allerdings zu Beginn gleich drei Mal frei vor dem Tor.

Trotzdem ließ sich das Voß-Team nicht verunsichern und spielte konsequent weiter. Die neue rechte Achse um Marc Blockus und Lukas Blohme funktionierte ordentlich und sorgte auch dafür, dass es nach 19. Minute 6:6 stand. „Wir haben heute zumindest in der ersten Halbzeit sehr variabel gespielt und uns den klaren Vorsprung zur Pause auch verdient. Mit ein bisschen mehr Wurfglück hätte es auch eine höhere Führung sein können“, sagte Voss, der schon frühzeitig munter durchwechselte und Bittenfelds Defensive immer wieder vor neue Aufgaben stellte. Als dann noch Torhüter Tobias Mahncke seinen Kasten förmlich vernagelte, zogen die Wölfe endgültig davon. Ein klares Zeichen für das wieder erlangte Selbstvertrauen war ein Kempa-Trick von Timo Brühne zum 12:8-Pausenstand. Nach dem Wechsel schien alles Positive wieder vergessen. Innerhalb von sechs Minuten ließ die HSG einen 6:0-Lauf der Gäste zu und sah sich auf einmal mit 12:14 hinten. Während Bittenfeld nun herrlich kombinierte und wesentlich agiler im Angriff spielte, wirkte Tarp verunsichert und ängstlich. Einfachste Pässe landeten beim Gegner und luden zu etlichen Kontern ein. Und auch die noch vor der Pause sehr aggressive Deckung glich nun langsam einem Knabenchor.

Tarp kam nun immer einen Schritt zu spät und musste weiter mit ansehen, wie der TVB den Vorsprung stetig erhöhte. Hinzu kam, dass in dieser Phase weder Mahncke noch Tim Lübker im Tarper Tor eine Hand an den Ball bekamen. Über 14:20 (43.) war spätestens beim 20:28-Zwischenstand alles entschieden.

Zwar konnte Tarp noch ein wenig Kosmetik betreiben, doch es änderte nichts an der sehr schlechten zweiten Halbzeit. „In dem Maße, wie wir abgebaut haben, wurde Bittenfeld auch stärker. Wir haben innerhalb von ein paar Minuten alles weggeworfen und uns um den Lohn gebracht. Besonders missfällt mir die fehlende Einstellung der Mannschaft nach dem Wechsel“, kommentierte Voss den zweiten Durchgang kritisch. Nach der vierten Niederlage im vierten Spiel ziert Aufsteiger HSG Tarp-Wanderup weiter den letzten Tabellenplatz.






HSG TaWa: Mahncke (1.-39.), Lübker (40.-60.) – Jessen (3), Fischer (1), Blohme (3), Brüne (4), Desler, Thordarson, Worm (4), Dibbert (2), Otto, Blockus (2), Matthiessen (5/3), F. Hinrichsen.
Bittenfeld: Müller, Sdunek – Schimmelbauer (5), Schöbinger, Kienzle, Weiß, Schweikardt (1), Friedrich (5/1), M’Bengue, Jungwirth, Baumgarten (5), Seiz (1), Szczesny (5), Heib (4).

Schiedsrichter: Mücke / Titze (Hannover/ Braunschweig). – Zuschauer: 450.

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erstellt am 23.Sep.2013 | 08:00 Uhr

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