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Flensburg-Handewitt II unterliegt Anhalt Bernburg : Wiechers lobt Moral und Leidenschaft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Auch wenn das Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt aufgrund der 28:33 (15:16)-Niederlage gegen Anhalt Bernburg seinen Heimnimbus in der 3. Handball-Liga einbüßte, erlebte die Wikinghalle eine schöne Handball-Bescherung

Da waren sich alle einig. „Wir haben das beste Saisonspiel gesehen“, meinte gar SG-Trainer Till Wiechers. „Die Moral und die Leidenschaft meiner Mannschaft waren überragend.“ Sein Kollege Armands Uscins war naturgemäß mindestens genauso gut gelaunt. „Schon in den letzten beiden Auswärtsspielen haben wir aufsteigende Tendenz bewiesen, jetzt hat es endlich mit den Punkten geklappt“, sagte der Lette. Seine Mannschaft feierte derweil ausgiebig auf dem Parkett – im Takt des mitgereisten Trommlers.

In der Anfangsphase hatte das Junior-Team den Rhythmus bestimmt. Janos Steidtmann erzielte mit seinem vierten Treffer das 6:3 (11.). Das Heimpublikum beobachtete allerdings, dass die SG-Abwehr mit der zweiten Reihe der Bernburger Probleme hatte. Zudem legte Anhalt-Schlussmann Maximilian Folchert schnell im Torhüter-Duell vor. Beim 10:10 (20.) war wieder alles ausgeglichen. Till Wiechers hatte derweil seinen Rückraum und die Kreisläufer im Block gewechselt. Die letzte Phase der ersten Hälfte sollte – so der Plan – wieder die Startformation auflaufen. Doch gleich bei der ersten Aktion knallte Morten Dibbert auf den Kopf und musste vorzeitig in die Kabine.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs mischte der Abwehrchef und sechsfache Torschütze wieder mit und führte seine Mannschaft heran, als sie mit 15:20 (35.) deutlich in Rückstand geraten war. „Das war eine unglückliche Phase“, ärgerte sich Till Wiechers. „Eigentlich stand die Defensive gut, doch mehrmals kam der Ball irgendwie durch.“ Fast unbemerkt tauchte Leon Witte auf dem Spielfeld auf. Bei seinem Comeback traf der länger verletzte Aufbauspieler zwar nur einmal, holte aber Zeitstrafen und Siebenmeter heraus.

20 Minuten vor Schluss kehrte Thore Jöhnck ins Gehäuse zurück. Die Deckung rückte weiter auf, um die Bernburger Rückraum-Asse zu bremsen. Das Spiel schien zu kippen. Morten Dibbert schloss einen Gegenstoß zum 24:25 (50.) ab. Johannes Krüger, der fünf seiner sechs Strafwürfe verwandelte, besorgte das 26:27 (54.). Das Finale ging dann allerdings an den Gast.

SG Flensburg-Handewitt II: Jöhnck, Ejlersen (31-41., bei einem 7m) – Kohnagel, Steidtmann (6), Witte (1), Krüger (8/5), Lielais (1), Dibbert (6), Runow (1), Hennig, Asmussen (4), Rohwer (1), Louwers.

Anhalt Bernburg: Folchert, Stemmler (bei einem 7m) – Alter, Cieszynski (7), Pulay (8/5), Wetzel, Kraft (2), Ackermann (2), Schneider (4), Popa (4), Maric (2), Steinbrink, Stiebler (4), Godon.

Schiedsrichter: Dodt/Klappauf (Berlin).

Siebenmeter: 6:5. – Zeitstrafen: 2:5.

Zuschauer: 110.

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