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DHB-Pokal : Weiter Weg ins Final Four: 700 Kilometer im Bus nach Aue

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

SG Flensburg-Handewitt spielt heute im Achtelfinale beim Zweitligisten EHV Aue. „Spiel des Jahres“ für die Gastgeber.

Mit einem öffentlichen Pyramiden-Anschieben wird der traditionelle Weihnachtsmarkt in Aue alljährlich eröffnet. In der nahe gelegenen Erzgebirgshalle werden am heutigen Mittwoch die Handball-Tore an die richtige Stelle gestellt. Der heimische Zweitligist EHV Aue freut sich auf das „Spiel des Jahres“, auf das Achtelfinale im DHB-Pokal gegen die SG Flensburg-Handewitt (19 Uhr). Für den SG-Clan wird der Trip ins sächsische Erzgebirge nichts mit Glühwein und Tannenbaum zu tun haben, vielmehr steht er für die wahrscheinlich längste Bus-Reise in dieser Saison. Mangels vernünftiger Flugverbindungen ins periphere Aue entschied sich die SG dazu, die kompletten gut 700 Kilometer auf den Straßen zurückzulegen. Bereits gestern Morgen ging es los, am Abend ließ Ljubomir Vranjes am Zielort trainieren. „Die Reise ist so, wie sie ist“, sagt der Coach. „Wir bereiten uns vor wie für jedes Bundesliga-Spiel, und dazu gehören 120 Prozent auf dem Spielfeld.“

Das gilt auch für Kapitän Tobias Karlsson und Olafur Gustafsson, deren Blessuren aus der Eisenach-Partie, laut Ljubomir Vranjes, „kein Problem“ darstellen. Der Isländer trifft in jedem Fall auf eine ganze Horde an Landsleuten. Trainer Runar Sigtryggsson stammt aus dem Nordatlantik, vier seiner Spieler auch. Dazu gesellen sich aus der geografischen Nachbarschaft Sachsens ein Slowake und zwei Tschechen. Shooting-Star ist aber der 21-jährige Marvin Sommer, der sich, vom Drittligisten Potsdam kommend, blitzschnell zum Dreh- und Angelpunkt im Auer Offensivspiel gemausert hat. „Natürlich sind wir der Favorit“, erklärt Vranjes. „Aber ich werde bei meiner Mannschaft den nötigen Respekt vor diese Auswärts-Aufgabe anmahnen.“ Der EHV Aue ist ein eingefleischter Zweitligist, verbrachte 20 der letzten 22 Spielzeiten im Bundesliga-Unterbau. Deshalb gab es bislang erst ein Duell zwischen den Sachsen und der SG – vor 14 Jahren, auch im Achtelfinale des DHB-Pokals. SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke, der damals mit im Erzgebirge war, erinnert sich dunkel an die Begegnung. Lars Christiansen und Jan Eiberg Jörgensen waren die besten SG-Schützen beim 30:23-Erfolg. Gegen ein ähnliches Resultat hätte diesmal niemand etwas einzuwenden. „Wir wollen ins Final Four“, betont Schmäschke. „Und diesmal führt der Weg über Aue.“

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