Fussball-Regionalliga : Weiche will wieder jubeln

Gruind zum Jugeln: In den drei letzten Spielen holte Weiche die Maximalpunktzahl und stürmte auf den dritten Tabellenplatz.
Gruind zum Jugeln: In den drei letzten Spielen holte Weiche die Maximalpunktzahl und stürmte auf den dritten Tabellenplatz.

Heute Heimspiel gegen den Tabellensiebten Rehden. Trainer Daniel Jurgeleit hat ein Luxusproblem: Alle 26 Spieler fit.

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16. November 2013, 08:00 Uhr

Drei Spiele, drei Siege – die Fußballer des ETSV Weiche basteln an einer neuen Erfolgsserie. Die neun Punkte in Folge katapultierten die Mannschaft von Trainer Daniel Jurgeleit bereits auf den dritten Tabellenplatz der Regionalliga. Heute im Heimspiel gegen den BSV SW Rehden (14 Uhr) wollen die Flensburger nachlegen.

Die Gäste aus Niedersachsen waren zu Saisonbeginn in aller Munde. Sie erhielten das Superlos FC Bayern München in der ersten DFB-Pokalrunde. 0:5 ging die Partie verloren, aber es gab viel Lob für den krassen Außenseiter, der sich in dieser Regionalliga-Saison aber etwas mehr erhofft hatte als Tabellenplatz sieben. Trotzdem: „Ein unangenehmer Gegner“, erinnert sich ETSV-Kapitän Marc Böhnke an die Spiele in der Vorsaison. Da verlor Weiche zu Hause mit 0:1, siegte aber in Rehden mit 3:2.

Die Mannschaft von Trainer Björn Wnuck, die bislang auf fremden Plätzen sechs Unentschieden holte und eine Niederlage kassierte, deutete am vergangenen Wochenende an, dass sie die Spitzenplätze noch nicht abgehakt hat. Beim 0:0 vor 1800 Zuschauern im Nachbarschaftsduell gegen den VfB Oldenburg waren die Rehdener dem Sieg näher als der gestürzte Tabellenführer. „Die Jungs waren mit Herz, Wille und Leidenschaft dabei. Doch wir haben gerade aus den vielen Standardsituationen zu wenig Kapital geschlagen“, so Wnuck. „Schade, da war mehr drin. Ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen.“ Die Niedersachsen packten schon am Freitag die Taschen, um ausgeruht ins Duell mit dem Tabellendritten gehen zu können.

„Wir müssen unsere Qualitäten abrufen, dann können wir auch punkten“, sagt Daniel Jurgeleit, der in dieser Woche zum dritten Mal in Folge für die Kandidatenliste zum Trainer des Jahres in Schleswig-Holstein nominiert worden ist und im vergangenen Jahr Dritter war. „Das ist in erster Linie ein Verdienst der Mannschaft“, bleibt er bescheiden. Entscheidend sei schließlich, was die Jungs auf dem Platz bringen würden. Und es sei enorm, was sich in Weiche in den letzten vier Jahren entwickelt habe. „Wenn man im zweiten Jahr in der Regionalliga auf Platz drei steht, dann ist das nicht selbstverständlich.“ Ein Erfolgsgrund ist für den Trainer, dass „die Mannschaft sehr stabil agiert, auch wenn der eine oder andere Punkt unnötig verloren ging“.

Allerdings sagt der Trainer auch, dass die Tabelle zum jetzigen Zeitpunkt noch wenig Aussagekraft habe. Darum fordert er im Spiel gegen Rehden volle Spannung und Konzentration, um die Stärken der Niedersachsen zu neutralisieren. „Wir dürfen uns jetzt nicht zurücklehnen. Das können wir machen von Weihnachten bis ins neue Jahr“, betont er und warnt besonders vor dem ehemaligen Bremer Kevin Artmann, dem erfahrenen Daniel Gunkel und dem Kopfball-starken Innenverteidiger Francis Banecki (sechs Saisontore), der in der vergangenen Saison den Rehdener 1:0-Erfolg in Weiche nach einem Standard erzielte.

Vor dem heutigen Spiel hat Jurgeleit ein Luxusproblem. Alle 26 Spieler waren in dieser Woche beim Training. Auch Len-Aike Strömer hat seine Knieprobleme auskuriert und ist wieder schmerzfrei. Trotzdem wird der Trainer nicht großartig rotieren, sondern vor allem auf die Sieger der letzten Spiele setzen. „Das ist vielleicht bitter für den einen oder anderen, aber wir arbeiten leistungsorientiert.“

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