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Weiche will Lübecker Lauf stoppen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Landesduell in der Regionalliga: Flensburger empfangen am Sonntag selbstbewussten Aufsteiger / Einsatz von Nedim Hasanbegovic fraglich

Daniel Jurgeleit war beeindruckt vom VfB Lübeck. Er hat den kommenden Gegner in der Fußball-Regionalliga in den vergangenen beiden Spielen beobachtet. Beim 2:1 gegen VfB Oldenburg und am Mittwoch beim 3:2 in Lüneburg bescheinigte der Trainer des ETSV Weiche dem Landesrivalen eine starke Leistung. „In beiden Spielen haben die Lübecker einen Rückstand gedreht und nach dem Ausgleich voller Selbstvertrauen auf Sieg gespielt“, lobt er den Tabellenvierten und ergänzt: „Die Mannschaft hat ihre Aufstiegseuphorie mitgenommen, sie will sich in der Liga beweisen.“ Die Bilanz der Flensburger ist dagegen vor dem Landesduell am Sonntag im Manfred-Werner-Stadion (Anpfiff 14 Uhr) nach drei Niederlagen in Folge und dem Abrutschen auf Rang 14 enttäuschend. „Wir brauchen einen Brustlöser, dann läuft es auch wieder in die andere Richtung“, glaubt Jurgeleit.

Zwei Tore haben die Flensburger in sieben Spielen geschossen. Damit sind sie in der 4. Liga neben Aufsteiger FT Braunschweig Schlusslicht. „Das interessiert mich überhaupt nicht“, erklärt der ETSV-Trainer. Es komme nicht darauf an, fünf Tore zu schießen. „Dann sind wir wieder offen und kriegen einen rein. In unserer jetzigen Situation muss erst einmal die Null hinten stehen.“ Allerdings stehen seit Wochen – intensiver als sonst – Torschüsse und Flanken auf dem Programm. „Im Training sieht es gut aus.“

Aber nicht nur im Training hat Jurgeleit Fortschritte ausgemacht. Die Leistung beim 0:2 in Havelse bezeichnete der Coach als positiv. „Nicht wir, sondern der Schiedsrichter hat den Fehler gemacht. Der Elfmeter war spielentscheidend“, betont er. „Dafür können wir uns zwar nichts kaufen, aber intern kann man sagen, unser Konzept ist aufgegangen.“ Mit Tim Wulff, Patrick Thomsen, „Malla“ Kasumovic und Marc Böhnke saßen vier Stammspieler in Havelse auf der Bank. „Das hatte taktische Gründe. Außerdem wollte ich Reizpunkte setzen“, so der Trainer, der offen ließ, ob das Quartett gegen Lübeck in die Startelf zurückkehrt. Offen ist auch, ob Nedim Hasanbegovic gegen seinen Ex-Verein auflaufen kann. Ihm war in Havelse ein Spieler auf die Hacke getreten.

Während die Stimmung in Flensburg besser sein könnte, ist in Lübeck die Euphorie groß. Auch bei den Anhängern. „Es ist ein Unterschied, ob man 20 oder 200 Fans im Rücken hat, die einen nach dem Ausgleich in Lüneburg nach vorn pushen“, meint Jurgeleit, für den der VfB kein richtiger Aufsteiger ist. „Die haben nur ein Jahr Pause gemacht. Wenn die Mannschaft so weiter spielt, ist sie oben dabei.“ Auf jeden Fall kommen die Lübecker mit breiter Brust in die Fördestadt. „Wir fahren auch nach Flensburg, um drei Punkte zu holen“, sagt Stefan Richter, der gegen Oldenburg und Lüneburg traf. Und Trainer Denny Skwierczynski schwärmte am vergangenen Wochenende nach dem Sieg gegen Oldenburg: „Das war der beste Heimauftritt in dieser Saison. Wir haben mit Leidenschaft gekämpft, der Dreier ist unheimlich wichtig.“

Für Weiche gilt es jetzt, den Lübecker Lauf zu stoppen. Daniel Jurgeleit erhofft sich den nächsten Fortschritt. Sein Team habe im Training gut mitgearbeitet, alle seien einsichtig und würden mit beiden Füßen auf dem Boden stehen. Und auf Lübeck gemünzt, erklärt der 50-Jährige: „Wir müssen hinten stabil stehen, sowie eine hohe Laufbereitschaft nach vorn und nach hinten zeigen. Dann haben wir auch die Möglichkeit zu punkten.“

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