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Fussball : Weiche stark in der Defensive

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Regionalliga: Verdientes 0:0 bei der U23 des Hamburger SV. Verteidiger Christoph Dammann schwer am Knie verletzt.

Mit dem 0:0 in der Fußball-Regionalliga zwischen dem Hamburger SV II und dem ETSV Weiche konnten beide Seiten gut leben. Dass seine starke Defensive ohne Gegentor blieb – und das gegen den HSV, der in Flensburg 5:0 und 6:2 gewonnen hatte – rechnete Trainer Daniel Jurgeleit seinen Mannen hoch an: „Sicher hätten wir in der ersten Hälfte ein Tor erzielen können und wären auf die Siegerstraße gekommen. Aber insgesamt können wir mit diesem Punkt gut leben und nehmen ihn verdientermaßen mit.“

Auch sein Gegenüber Rodolfo Cardoso, mit dem Jurgeleit von 1989 bis 1993 beim FC Homburg zusammengespielt hatte, konnte dem 0:0 Positives abgewinnen: „Wir haben gut gespielt, aber den letzten Zug zum Tor vermissen lassen. Natürlich freue ich mich, dass unser Stürmer Mattia Maggio in den Bundesliga-Kader aufgerückt ist, aber uns fehlte so im Angriff die Durchschlagskraft und das Selbstbewusstsein.“

Die Flensburger versuchten es zunächst mit wildem Pressing und verwirrten damit besonders HSV-Keeper Florian Stritzel, der mit seiner Spieleröffnung große Probleme hatte. So wurde das Spiel in die Hamburger Hälfte verlagert, wobei die Gäste in der Offensive flexibel agierten und häufig die Positionen tauschten. Florian Meyer visierte mit einem schönen Schlenzer aus 22 Metern das Tor an (9.), zehn Minuten später setzte Karl-Christian Melfsen nach einem abgewehrten Eckball Hendrik Ostermann in Szene, doch dessen Schuss aus der Drehung ging über das Tor. Die beste HSV-Chance der ersten Hälfte leitete Elmedin Kasumovic ein, der den Ball in der eigenen Hälfte an HSV-Profi Kerem Demirbay verlor, der spielte auf Manuel Farrona Pulido, doch Florian Kirschke im Flensburger Tor verkürzte den Winkel geschickt und parierte (22.). Auf der Gegenseite hatte Tim Wulff nur 100 Sekunden später die große Möglichkeit zum 0:1, als er völlig frei vor Stritzel auftauchte, aber sowohl am Torwart als auch am langen Pfosten vorbei zielte. Christoph Dammann (28.) und Melfsen mit einem Linksschuss (44.) versuchten noch ihr Glück – und als Wulff in der Nachspielzeit erneut frei vor Stritzel war, aber nach Kasumovics Hoppel-Vorlage zaudernd am Ball vorbei schlug, war klar, dass Weiche nicht mit der bis dahin verdienten Führung in die Kabine kommen würde.
 Nach der Pause ergriffen die Hamburger mehr die Initiative, was auch daran lag, dass Hendrik Ostermann aus dem Defensivzentrum heraus ging und sich Kasumovic mehr fallen ließ. Hinzu kam der Schock der Verletzung von Christoph Dammann (57.), der sich ohne Fremdeinwirkung das Knie verdrehte. Jurgeleit: „Ich hoffe, das Außenband im Knie ist nur gezerrt – aber es sah schlimmer aus.“ Die Hamburger hatten mehr Platz im Mittelfeld, kamen aber auch nur zu wenigen echten Chancen. Die beste vereitelte noch Matthias Hummel, der HSV-Angreifer Brüning den Ball vom Fuß grätschte (60.). Und sechs Minuten vor Schluss durfte mal wieder Kirschke eingreifen, der Halilis 20m-Schuss noch touchierte und an die Latte lenkte.

HSV II: Stritzel – Jordan, Morena, Wacker, Langer – Brauer – Götz (84. Bergmann), Halili, Demirby, F. Pulido (90. Shirdel) – Brüning (86. L. Müller).

Weiche: Kirschke – Melfsen, Dehner, Hummel, Dammann (57. Strömer)– H. Ostermann (74. J. Ostermann) – Walter, Kasumovic, F. Meyer – Thomsen, Wulff (90. L. Carstensen).

Schiedsrichter: Helwig (Lüneburg). – Z.: 106.

Beste Spieler: Morena, Jordan – Melfsen, H. Ostermann, Hummel, Dehner.

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