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Fussball : Weiche fehlt Cleverness beim Spitzenreiter

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Regionalliga: Unnötige 1:3-Niederlage nach 1:0-Führung bei der U23 des HSV. Nur Tim Wulff trifft.

shz.de von
erstellt am 18.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Die U23 des Hamburger SV bleibt das Maß aller Dinge in der Fußball-Regionalliga. Mit dem vierten Sieg in Folge machte das Team des neuen Trainers Joe Zinnbauer den Traumstart perfekt. Dabei hatte es der ETSV Weiche bei der 1:3 (1:1)-Auswärtsniederlage in der Hand, für den ersten Fleck auf der weißen Weste der Hamburger zu sorgen. „Das war bislang unser bester Gegner. Flensburg hat uns alles abverlangt, so dass ich sehr froh über unseren Sieg bin“, meinte Zinnbauer. „Für Komplimente kann ich mir nichts kaufen. Wir hätten cleverer sein müssen und mindestens einen Punkt entführen können“, entgegnete Weiches Coach Daniel Jurgeleit.

Die Ursachen für die zweite Saisonniederlage sah Jurgeleit im Schiedsrichter und bei individuellen Fehlern. „Wir dürfen nicht direkt vor und nach der Halbzeit Gegentore fangen. Vor dem 1:1 gab’s im Luftkampf ein Foul gegen unseren Spieler. Und vor dem 2:1 hätten wir den Ball einfach aus der Gefahrenzone befördern können. So aber haben wir den HSV aufgebaut, der sich dadurch an seine drei Siege erinnert hat und den Schwung genutzt hat.“

Nach fünf Minuten war der Bann schon gebrochen: Der HSV kassierte das erste Gegentor der Saison. Tim Wulff sprintete in einen verunglückten Rückpass von Nico Charrier und lief auf das Hamburger Tor zu. Unter Bedrängnis von Gideon Jung schlenzte Wulff den Ball aus zwölf Metern an Alexander Brunst vorbei ins rechte Eck.

Der HSV war geschockt – und viele junge Spieler auch nervös, weil die gesamten Profi-Verantwortlichen wie Vorstand Dietmar Beiersdorfer, Vereinspräsident Carl-Edgar Jarchow, Nachwuchschef Bernhard Peters und Trainer Mirko Slomka sich das Spitzenspiel in der Hagenbeckstraße anschauten. So nahm Flensburg das Heft in die Hand, auch wenn der spielerisch starke HSV optisch überlegen war. Doch in der Defensive stand Flensburg kompakt und setzte nicht nur im Konter Nadelstiche. Ein Angriff über die linke Seite führte zur nächsten Chance, aber Kevin Schulz rutsche nach Marc Böhnkes flacher Hereingabe aus und bugsierte den Ball im Fallen aus acht Metern über das Tor (9.). Wulff hatte die nächste Möglichkeit, aber sein Kopfball wurde Beute von HSV-Torwart Brunst (28.). Vier Minuten später fasste sich der überraschend von Beginn an aufgebotene Ömer Akyörük ein Herz, aber sein Linksschuss aus spitzem Winkel ging knapp vorbei. Die Hanseaten hätten sich über einen höheren Rückstand nicht beschweren dürfen, hatten bis dahin noch nicht eine Chance.

Immerhin gab’s in der 38. Minute den ersten Schuss aufs Tor – und der war drin. Der Ex-Lübecker Ahmet Arslan schoss aus 24 Metern herrlich in den linken Winkel. Doch Flensburg antwortete noch einmal: Nach einem Meyer-Freistoß sprang Nedim Hasanbegovic im Strafraum am Ball vorbei, im Nachsetzen von Wulff landete der Ball aber auf der Latte des HSV-Tores.

Nach der Pause sorgte wieder Weiche für den ersten Aufreger, als Christian Jürgensen aus der Drehung aus sechs Metern an Brunst scheiterte (48.). Doch der Treffer fiel auf der anderen Seite: Hasanbegovic griff Mohamed Gouaida nur halbherzig an, der brachte den Ball flach in die Mitte, wo Cigerci aus 14 Metern ins untere rechte Eck schlenzte. Der Treffer veränderte das Spiel. Die Hamburger zogen sich weiter zurück. Flensburg schaffte es aber nicht, Chancen herauszuspielen. Die einzige Ausgleichsmöglichkeit gegen die keineswegs stabile HSV-Deckung hatte Wulff, der an einer Hereingabe von Böhnke am langen Pfosten vorbeirutschte (79.). Fast im Gegenzug fiel dann die Entscheidung, als Nils Brüning in den Strafraum eindrang, nicht angegriffen wurde und den Ball aus elf Metern ins kurze Eck wuchtete.

HSV II: Brunst – Götz, Jung, Kim, Marcos – Mende, Steinmann – A. Arslan (81. Jordan), Cigerci, Gouaida (86. Adomah) – Charrier (51. Bünning),

ETSV Weiche: Kirschke – Böhnke, Jürgensen, Hummel, Hasanbegovic – Schulz (72. Melfsen) – Thomsen, Kasumovic (81. Carstensen) – Akyörük (65. Ilidio), Wulff, Meyer.

Schiedsrichter: Schlüwe (Gleidingen).

Zuschauer: 370.


Beste Spieler: Steinmann, Marcos / Jürgensen, Böhnke, Wulff.

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