0:1-Niederlage in Barsinghausen : Weiche 08 fehlen die Lösungen

Kopfballduell: Egestorf-Langreders Niklas Teichgräber springt höher als Flensburgs Kevin Njie (links).
Kopfballduell: Egestorf-Langreders Niklas Teichgräber springt höher als Flensburgs Kevin Njie (links).

Die Fußballer des SC Weiche Flensburg 08 enttäuschen bei der 0:1-Niederlage beim 1. FC Germania Egestorf-Langreder.

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08. August 2018, 21:46 Uhr

Viel mehr Spielanteile, gefühlt an die 95 Prozent Ballbesitz – aber was nützt das, wenn dabei kaum brauchbare Torchancen herauskommen? Der SC Weiche Flensburg 08 bestimmte gestern Abend in Barsinghausen beim 1. FC Germania Egestorf-Langreder fast durchgängig das Spiel, doch am Ende bejubelten die Niedersachsen einen 1:0 (1:0)-Erfolg. Es war im vierten Spiel die zweite Niederlage des Meisters der Fußball-Regionalliga.

Trainer Daniel Jurgeleit hatte die Startelf gegenüber dem 1:1 beim FC St. Pauli II auf fünf Positionen verändert. Für Joel Keller (gesperrt), Finn Wirlmann (verletzt), Nedim Hasanbegovic, Patrick Thomsen und Gökay Isitan rückten Nico Empen, Jannick Ostermann, Tim Wulff, Ilidio Pastor Santos und Dominic Hartmann in die Mannschaft.

Drei nominelle Stürmer – das versprach Offensivkraft, doch die ließ zumindest in den ersten 45 Minuten zu wünschen übrig. Einige Halbchancen, mehr gab es nicht – die Germania-Abwehrspieler hatten meist leichtes Spiel mit den zahlreichen Flanken aus dem Halbfeld. Kombinationsfußball war nur selten zu sehen.

Auch die Gastgeber brannten kein Feuerwerk ab, waren aber einmal zur Stelle. Kapitän Christian Jürgensen wollte mit einer Grätsche den Ball am Überschreiten der Seitenauslinie hindern. Das klappte auch, aber der Ball kam zu Robin Gaida, der auf der rechten Seite freie Bahn hatte, ein paar Schritte lief und dann in den Strafraum spielte. Dort war Dominik Behnsen zur Stelle und traf zum 1:0 (15. Minute).

An der Flensburger Überlegenheit änderte sich nichts, an der mangelnden Torgefahr allerdings auch nicht. In der 36. Minute konnte Kevin Njie den enteilenden Torben Engelking an der Strafraumgrenze nur mit einem Foul stoppen und sah Gelb. Den anschließenden Freistoß köpfte Yannick Oelmann nur knapp über das Tor von Florian Kirschke.

Nach Wiederbeginn hatte Njie eine Chance (49.), ansonsten änderte sich nicht viel. Egestorf-Langreder verteidigte gut und beschränkte sich auf gelegentliche Konter, Flensburg lief immer wieder an, ohne richtig gefährlich zu werden. Trainer Jurgeleit verstärkte mit Ibekwe, Meyer und Isitan die Offensive. Ein Flachschuss von Isitan (83.) verfehlte ebenso sein Ziel wie ein Versuch von Florian Meyer (86.). Als Gökay Isitan frei stand (88.), hob der Schiedsrichter-Assistent die Fahne – Abseits.

„Ich bin nicht zufrieden. Wir müssen lernen, nach einem Rückstand besser zu reagieren“, sagte Trainer Jurgeleit, der den Sieg des Gastgebers als nicht unverdient bezeichnete. Vier Punkte aus vier Spielen – eine magere Ausbeute, aber der Coach befand: „Darüber bin ich nicht enttäuscht – und nervös werde ich auch nicht.“

1. FC Germania Egestorf-Langreder: Straten-Wolf - Dismer, Oelmann, Gaida, Teichgräber - Oltrogge, Dösemeci - Behnsen, Stieler (69. Siegert), Engelking (69. Baar) - Beismann (90. Waldschmidt).

SC Weiche Flensburg 08: Kirschke - Paetow, Walter, Jürgensen - J. Ostermann (80. Ibekwe), Hartmann - Njie, Noel (70. Meyer), Ilidio (80. Isitan) - Wulff, Empen.

Schiedsrichter: Schmidt (Laatzen).

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