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Fussball : Walter rettet Weiche einen Punkt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Regionalliga: Glückliches Flensburger 2:2 im Topspiel beim VfB Oldenburg. Ausgleich in der Nachspielzeit mit 35-Metern-Traumtor.

Mit einem glücklichen 2:2 (1:1) kehrte der ETSV Weiche vom Top-Spiel der Fußball-Regionalliga beim VfB Oldenburg zurück. Nach ausgeglichenem Beginn fanden die Flensburger dabei in der zweiten Hälfte keine Linie mehr und hätten höher als mit 1:2 zurückliegen können, ehe Jonas Walter mit einem Traumtor in der Nachspielzeit noch einen Zähler rettete. „Wenn man in der letzten Minute so ein Tor macht, ist das immer glücklich“, sagte Trainer Daniel Jurgeleit. „Wir haben in der zweiten Halbzeit überhaupt nicht mehr ins Spiel gefunden. Dabei hatte ich eigentlich gehofft, dass es mit dem Wind für uns besser laufen würde.“

Bei den Flensburgern, die sich auf Platz fünf verbesserten, hatte Trainer Jurgeleit überraschend Sandro Holland nach guter Vorbereitung das Vertrauen ausgesprochen. Ansonsten lief eine Elf auf, wie sie ohne die verletzten Marcel Cornils, Christian Jürgensen, Florian Meyer und Marcello Meyer zu erwarten war.

Bei nasskalter Witterung und starkem Wind brauchte das Spitzenspiel einige Zeit, um Fahrt aufzunehmen. Beide Mannschaften wollten keine Fehler machen. Den ersten machte Oldenburg – und ging dennoch in Führung, weil Patrick Thomsen den Ball gleich wieder verlor, als er Aidaras Fehlpass erobert hatte. Dann ging es schnell: Nils Laabs spielte Kai Pröger frei, und nach dessen Flanke drehte sich Lucas Höler in der Mitte um Matthias Hummel und Holland herum und traf ins linke Eck (22.). Mit dem 1:0 nahm das Spiel mehr Fahrt auf. Und auch die Weicher kamen mit ihrer ersten Möglichkeit zum Erfolg. Der Freistoß von „Malla“ Kasumovic war eigentlich schon abgewehrt, als er Nedim Hasanbegovic vor die Füße fiel. Dessen Direktabnahme aus 14 Metern landete genau im langen Eck zum 1:1 (26.). Erst in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte hatten die Oldenburger mehr vom Spiel. Doch Höler, der einmal an Hummels Abwehrbein und einmal am aufmerksam mitspielenden Florian Kirschke scheiterte, sowie Laabs, der aus wenigen Metern über das Tor schoss (35.), vergaben ihre Möglichkeiten.

Nach dem Wechsel dominierten die Niedersachsen klar. Der Ex-Kieler Hendrik Großöhmichen prüfte Kirschke aus der Distanz, der den Ball nur mit Mühe zur Ecke lenkte (50.). Acht Minuten später fiel das verdiente 2:1. Nach einem langen Ball versuchte Holland artistisch zu klären, traf aber den Ball nicht. So hatte Lucas Höler fast freie Bahn, ließ Hummel nicht mehr heran und überwand auch Kirschke (58.). Schon eine Minute später verpasste Laabs die Vorentscheidung. Auch Großöhmichen, der gegen eine plötzlich entblößte ETSV-Abwehr freie Bahn hatte, hätte das dritte Tor machen müssen, scheiterte aber an Kirschke (65.). Pröger (76., Kirschke hielt), Halke (78., traf aus fünf Metern den Ball nicht voll) und Laabs (85.) hatten weitere Chancen zum 3:1. Von Weiche war dagegen wenig zu sehen. Einzig Wulff hatte nach einer Dammann-Flanke eine Kopfballchance (63., knapp drüber). Zudem nutzten die Gäste eine Nachlässigkeit von VfB-Keeper Masur Faqiryar nicht (77.).

Dafür „schenkte“ der Schlussmann dem ETSV in der Nachspielzeit eine unverhoffte Chance, als er ohne Not aus dem Tor rannte, aber nicht richtig klärte. Jonas Walter nahm den Ball direkt und traf aus 35 Metern zum 2:2 (90./+2). „Ich habe nicht nachgedacht. Das war in der Szene wahrscheinlich genau richtig“, erklärte der Linksfuß seinen Kunstschuss in der Nachspielzeit. „Ich konnte ja in der Szene nicht damit rechnen, an den Ball zu kommen.“ Mitspieler Nedim Hasanbegovic wusste: „Es war Glück, dass ausgerechnet er da steht. Er hat den besten linken Fuß, und genau da kommt der Ball hin.“

Joker Walter wurde dann endgültig zum Mann des Tages, als er die letzte Oldenburger Chance nach einer Ecke per Kopf auf der Linie klärte. „Das war ein schweres Spiel. Erste Spiele nach der Winterpause sind oft solche Schweinespiele. Insgesamt können wir froh sein, mit einem Punkt nach Hause zu fahren“, meinte der 23-jährige Torschütze zum 2:2.

VfB Oldenburg: Faqiryar – Halke, Uzelac, Wegener, Canizales – Pröger (80. Minns), Großöhmichen, Aidara, Samide (74. Menga) – Höler (86. Petersen), Laabs.
ETSV Weiche: Kirschke – Dammann, Hummel, Holland (79. Walter), Böhnke – Hasanbegovic, Thomsen, Kasumovic (88. H. Ostermann) – Ilidio, Wulff, T. Carstensen (64. Webessie).
Schiedsrichter: Krohn (Reinbek).

Tore: 1:0 Höler (22.), 1:1 Hasanbegovic (26.), 2:1 Höler (58.), 2:2 Walter (90./+2).

Gelbe Karten: Halke / Wulff.

Beste Spieler: Höler, Pröger, Laabs – Dammann, Hasanbegovic, Hummel.

Zuschauer: 1105.


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erstellt am 10.Feb.2014 | 08:00 Uhr

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