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SG Flensburg-Handewitt empfängt SC DHfK Leipzig : Vranjes verlangt Wachsamkeit

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es kommt „nur“ ein Aufsteiger, aber Trainer Ljubomir Vranjes stellt klar: „Ich wünsche mir, dass alle den Gegner ernst nehmen.“ Das dürfen die Spieler der SG Flensburg-Handewitt in der Partie der Handball-Bundesliga (19 Uhr) gegen Leipzig als Befehl verstehen.

Die Gäste haben sich in ihrer ersten Saison in der Eliteklasse Respekt verschafft, zuletzt mit einem 31:28-Sieg in Magdeburg, wo- bei vor allem der aus der HSV-Konkursmasse frisch verpflichtete Torhüter Jens Vortmann glänzte.

„Egal wer nach Magdeburg kommt, niemand gewinnt da so leicht“, sagt Vranjes, „auch uns erwartet gegen Leipzig kein Selbstläufer.“ Obwohl angesichts der zuletzt gezeigten Form der SG in den Spielen gegen Kiel, bei den Rhein-Neckar Löwen und in Celje nur schwer vorstellbar ist, dass der Tabellendritte zu Hause straucheln könnte, verlangt der Trainer uneingeschränkte Wachsamkeit. „Einmal Punkte an der falschen Stelle abgeben – und du hast ganz viel verloren.“

Die Leipziger haben Vranjes schon im Hinspiel beeindruckt, als die SG Flensburg-Handewitt nach zähem Anlauf erst in der letzten Viertelstunde den 31:25-Sieg herausspielte. „Die haben Speed in ihrem Spiel. Das sieht gut aus, wenn es läuft, aber sie gehen natürlich auch das Risiko ein, viele Fehler zu machen“, meint der SG-Trainer.

Der Aufsteiger ist mit seinem erfrischenden Auftreten eine Bereicherung der Liga. Die Qualitäten liegen im Kampfgeist des Teams um Kapitän Lukas Binder, in einer starken Abwehr, die physische Nachteile mit schnellen Beinen und intelligenter Taktik wettmacht sowie in hoher Disziplin bei der Einhaltung der Vorgaben von Trainer Christian Prokop, der auch mal unkonventionelle Wege geht. Gerade überraschte er in Kiel, als er mit sieben Feldspielern angreifen ließ. „Das hat gar nicht so schlecht geklappt. Wir sind natürlich vorbereitet“, sagt Vranjes, der nun aber nicht auf Fernwürfe von Mattias Andersson oder Kevin Möller setzen wird: „Von Torwarttoren halte ich nichts.“

Der SG-Trainer hat wieder die Wahl unter 17 Akteuren. Alle sind gesund vom Champions-League-Spiel in Slowenien zurückgekehrt. Mit der Leistung in Celje war Vranjes „sehr zufrieden“, lediglich „kleine Timing-Fehler“ seien zu bemängeln. Allerdings waren diese auch neuen Konstellationen in der Aufstellung geschuldet. So wurde der in den beiden ersten Spielen des Jahres überragende Rasmus Lauge ebenso wie Anders Eggert und Henrik Toft Hansen weitgehend geschont. Vranjes gefiel jedoch der Auftritt von Petar Djordjic: „Er macht das richtig gut. Das war auch schon gegen Kiel und in Mannheim so.“

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erstellt am 24.Feb.2016 | 07:00 Uhr

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