SC Weiche Flensburg 08 empfängt den VfL Bochum : Vorfreude auf ein „echtes“ Heimspiel

Gute Laune nach der Auslosung. Fotos: Schröder
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Gute Laune nach der Auslosung. Fotos: Schröder

Der ganz große Wurf wurde es nicht - aber Regionalliga-Meister SC Weiche Flensburg 08 war mit dem VfL Bochum in der ersten Runde des DFB-Pokals sehr zufrieden.

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10. Juni 2018, 18:10 Uhr

Er ist Co-Trainer, Teammanager, pflegt auch noch den Twitter-Account des Vereins – und verfügt über hellseherische Fähigkeiten. „22.39 Uhr. Jetzt kommen wir“, wandte sich Marc Peetz an die Umsitzenden im „Treffpunkt Stadion“. Recht hatte er. Sekunden später zog Schauspielerin Palina Rojinski den Pokalsieger Schleswig-Holsteins – und die etwa 50 Gäste bei der Auslosungs-Zeremonie jubelten ausgelassen, als DFB-Präsident Reinhard Grindel die Kugel mit dem Vereinswappen in die Kamera hielt.

Fehlte nur noch der Gegner in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Würde es einer der ganz Großen werden – oder doch eher Zweitliga-Mittelfeld ? Es wurde schließlich der VfL Bochum, in der abgelaufenen Saison Sechster der 2. Liga. Die Freude wirkte zunächst etwas gebremst, doch ganz schnell stellten sich Stolz und Genugtuung, überhaupt dabei zu sein, ein. „Das ist ein Festtag für den Flensburger Fußball“, stellte Marc Peetz fest.

„Das ist ein guter Gegner. Und wir haben ein richtiges Heimspiel, können in Flensburg spielen. Das ist unsere Stadt, da gehören wir hin“, sagte Liga-Geschäftsführer Harald Uhr, der die Auslosung gespannt verfolgt hatte. Und er fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Wichtig ist ja auch, auf wen wir in der zweiten Runde treffen.“ Ein Spiel gegen die Bayern, Borussia Dortmund oder Schalke 04 hätte angesichts des Zuschauer-Andrangs auf keinen Fall in Flensburg über die Bühne gehen können. So hoffen die Verantwortlichen darauf, 5- bis 6000 Zuschauer im Manfred-Werner-Stadion unterbringen zu können. Für die Partie gegen Borussia Mönchengladbach um den „Nospa-Cup“ im Rahmen des sh:z-Fußballsommers am Sonnabend, 14. Juli, sollen Zusatztribünen errichtet werden, die für das Gastspiel des VfL Bochum stehenbleiben könnten.

Ein Flensburger hat schon Pokal-Erfahrungen mit dem Club von der Castroper Straße gemacht. Trainer Daniel Jurgeleit stand für Holstein Kiel (damals Regionalligist) am 6. November 2002 beim Zweitrunden-Duell mit dem damals von Peter Neururer trainierten Erstligisten VfL (1:2) 64 Minuten als Spieler auf dem Feld. Ex-Profi Jurgeleit freute sich: „Das ist ein prima Los für den SC Weiche Flensburg 08. Bochum ist ein Traditionsverein mit Bekanntheitsgrad – und die Fantasie, eine Sensation zu schaffen, ist zumindest vorhanden.“ Mit Sensationen im Pokal kennt sich Jurgeleit bestens aus. Er gehörte zur Mannschaft des FC Homburg (damals 2. Liga), die im August 1991 sensationell 4:2 beim FC Bayern München gewann.

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