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Fussball : Volker Koppelt steigt aus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

VfB Nordmark Flensburg vor einer ungewissen Zukunft: Mit dem Mäzen geht zum Saisonende fast der komplette Verbandsliga-Kader.

Seit Wochen hielt sich auf den Plätzen im Norden hartnäckig das Gerücht, dass sich die Wege von Volker Koppelt und des Verbandsligisten VfB Nordmark Flensburg im Sommer trennen werden. Jetzt ist es amtlich. Der Fußball-Verrückte, wie er sich selbst nennt, steigt aus. Vor dem Kreispokal-Halbfinale beim TSB Flensburg (0:8) erklärte der Mäzen und Gönner, dass er sich nach eineinhalbjähriger Tätigkeit aus dem Verein zurückzieht. „In der kommenden Saison höre ich mit meinem Engagement beim VfB Nordmark auf“, erklärte Koppelt unmissverständlich.

Der Sylter Unternehmer hatte sich in Flensburg beim VfB Nordmark am Bahnhof eingekauft, um etwas zu bewegen. „Ich war angetreten, um Meister zu werden und in die Schleswig-Holstein-Liga aufzusteigen.“ Aber schon früh war in dieser Serie zu erkennen, dass Koppelts Ziele unerreichbar bleiben. Bereits im Oktober hakte er den Titel ab, rüstete in der Winterpause mit ehemaligen Profis aber noch einmal auf, um zumindest noch die Vizemeisterschaft zu erkämpfen. Doch weitere Niederlagen brachten Koppelt und den VfB vom Kurs ab. Erst in den letzten Begegnungen fingen sich die Flensburger wieder und verbesserten sich auf Platz fünf.

Doch davon lässt sich Koppelt, der sich auch zum Trainerstab beim VfB Nordmark zählt, nicht blenden. „Meine Erwartungen und die Versprechen seitens des Vereins wurden nicht erfüllt. Deshalb ist für mich jetzt Schluss“, erklärte er. Vor allem die Leistungsfähigkeit und die Trainingsbeteiligung „insbesondere der Flensburger Spieler“, wie Koppelt betonte, „entsprachen nicht dem, was zuvor angekündigt war“. Dennoch will der Mäzen mit dem VfB Nordmark die Saison ordentlich zu Ende spielen. Und in der für ihn typischen Art kündigte er vollmundig an: „Wir haben noch drei Spiele gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte. Die werden wir alle siegreich beenden.“

Für Rüdiger Boysen kam die Entscheidung von Volker Koppelt nicht ganz überraschend. „Irgendwie habe ich schon damit gerechnet. Jetzt müssen wir sehen, wie es weiter geht. Dazu muss ich mich zügig mit dem Vorstand zusammensetzen“, erklärte der VfB-Trainer. Was auf dem Platz am Bahnhof nach dem Sommer passiert, ist völlig offen. Selbst ein Verbandsliga-Verzicht scheint möglich. Jedenfalls stehen die Flensburger ohne Mannschaft da. Fast alle Spieler hat Volker Koppelt geholt. Mit seinem freiwilligen Rückzug wird auch der Liga-Kader den Club wieder verlassen.

Ob der Sylter Mäzen dem Fußball künftig den Rücken kehren will, ließ er offen. Es wurde bereits kolportiert, dass er sich bei der Husumer SV oder dem TSV Klausdorf vor den Toren von Kiel engagieren möchte. Dazu erklärte er: „Husum ist für mich kein Thema. Klausdorf wäre interessant, wenn die Mannschaft in die SH-Liga aufsteigt.“ Allerdings schränkte der Unternehmer ein, dass zu den Verantwortlichen in Klausdorf noch kein Kontakt besteht. Aber es gibt auch andere Gedanken. „Es ist nicht auszuschließen, dass ich ganz aufhöre, mich im Fußball zu engagieren“, so Volker Koppelt.

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