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Junior-Team 30:30 gegen den VfL Potsdam : Verdiente Punkteteilung

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt hat wieder einen ambitionierten Drittligisten geärgert und dem VfL Potsdam ein 30:30 (12:14)-Remis abgerungen. Eine Punkteteilung, mit der letztendlich beide Seiten leben konnten.

„Als Trainer hat man nach einem solch engen Spiel immer den Kopf voll und sucht nach Situationen, wo man einen Treffer mehr hätte erzielen können“, erklärte SG-Coach Till Wiechers. „Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, was in uns steckt.“

Dagegen wirkte das Junior-Team in der Anfangsphase zu nervös, fabrizierte Ballverluste und technische Fehler. Hätte nicht Torwart Thore Jöhnck einige Male Rückendeckung geleistet, hätte es schlimmer kommen können als ein 3:6 (12.).

Dann stabilisierten sich die Hausherren, bei denen diesmal Leon Witte als Rückraum-Taktgeber anfing. Der wurfstarke Morten Dibbert glich zum 6:6 (17.) aus. Nach 20 Minuten wechselte die SG im Block vier Spieler aus. Der Halblinke Marlon Runow zauberte gleich einen Hattrick aus der Tasche und traf zum 10:9 (23.). Ärgerlich die letzte halbe Minute vor der Pause, als den Potsdamern ein Doppelschlag glückte.

Die Gäste legten zu Wiederbeginn gleich nach: 13:17 (33.). Das Junior-Team hatte aber noch ein Ass im Ärmel: Die Einsatzzeiten des etatmäßige Spielmachers Per Oke Kohnagel mussten aufgrund von Knie-Problemen dosiert werden. Erst in der zweiten Hälfte tauchte er mit einem getapten Gelenk auf der Platte auf. Till Wiechers. „Mit zehn Assists hat Per Oke uns sehr geholfen“, meinte Wiechers.

Beim 22:22 (45.) war die Partie wieder völlig offen. Bis zum Schlusspfiff entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das den Tabellenvierten aus Brandenburg meist in der Nachzügler-Rolle sah. „Respekt, was Till immer spielerisch aus dieser Mannschaft herausholt“, meinte VfL-Trainer Jens Deffke. Der Gelobte revanchierte sich: „Potsdam überlegt sich immer etwas Spezielles gegen uns, wir müssen uns dann etwas anderes überlegen.“ Vermutlich waren die Gäste auf einen 7:6-Positionsangriff, mit dem das Junior-Team vor zwei Wochen gegen die HSG Nord HU zum Erfolg gekommen war, bestens vorbereitet. Deshalb beließ es Till Wiechers diesmal bei einer klassischen Offensive.

Wie vor sieben Tagen hätte Leon Witte fast wieder das „goldene Tor“ erzielt. 58 Sekunden vor Ultimo traf er zum 30:29. Im Gegenzug sahen die Schiedsrichter einen Eintritt von VfL-Spieler Jan Piske, die Potsdamer indes reklamierten eine Abwehraktion durch den Kreis und forderten Siebenmeter. „Bei diesen beiden zusätzlichen Protagonisten schauten sich beide Mannschaften häufiger gegenseitig an und wunderten sich“, klagte Deffke. Da auch dem Junior-Team ein technischer Fehler abgepfiffen wurde, konnte der Gast sechs Sekunden vor dem Ende noch egalisieren.

SG Flensburg-Handewitt II: Jöhnck – Kohnagel (1), Steidtmann (4), Witte (2), Krüger (7/1), Dibbert (5), Simons, Runow (6), Hennig (3), Asmussen (1), Rohwer (1), Louwers.


VfL Potsdam: Schulz (1), Twarz – Weiß (1), Einenkel, Schwarz (1), Dierberg (7/2), Piske (5), Spengler (6), Deutsch, Hempel, Gugisch (9), Winter, Schwark.

Schiedsrichter: Ahmad/Ulbricht (Diepholz).

Siebenmeter: 1:2. Zeitstrafen: 2:3.

Zuschauer: 150.

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