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Triathlon Ostseeman : Unzählige Emotionen freigesetzt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

13. OstseeMan: 29 Einzelathleten aus der Förderegion im Ziel. Kristina Iversen mit starkem Debüt. Torben Benecke schnellster Flensburger.

Der OstseeMan-Triathlon wurde auch bei seiner 13. Auflage wieder zum großen Fest der Ausdauer-Freaks und setzte einmal mehr unzählige Emotionen bei Teilnehmern, Helfern und Zuschauern frei. Der lange Kampf bei der Herausforderung aus 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen ließ keinen ungerührt. Enthusiastische Zuschauer, engagierte Helfer und viele glückliche „Finisher“, die im Ziel weinend oder laut jubelnd ihren Gefühlen freien Lauf ließen, prägten die Szenerie am Kurstrand und an der Strecke. Aber auch Enttäuschung und die eine oder andere Träne gehören mit zum Bild des OstseeMan, wenn Pannen, Stürze oder einfach der eigene Körper oder Kopf einem erfolgreichen Ende des Wettkampfs im Weg stehen.

Auch unter den einheimischen Athleten waren Frust und Freude zu finden. Zu den 29 erfolgreichen „Finishern“ aus der Förderegion zählte erstmals auch Kristina Iversen. Die 33-Jährige von TriAs Flensburg feierte ein gelungenes Debüt auf der Langdisanz. Nach 11:53:05 Stunden erreichte sie als 22. der Gesamtwertung und Dritte ihrer Altersklasse W30 das Ziel. In der Wertung der norddeutschen Meisterschaften wurde sie Gesamt-Vierte und gewann den Altersklassentitel. Entsprechend zufrieden zeigte sich die Flensburgerin trotz aller Strapazen und müder Muskeln. „Mein Körper hat zum Glück voll mitgespielt und Pannen hatte ich mit dem Rad auch nicht. So ging der Zeitplan genau auf“, freute sich die Debütantin. Mit den Anforderungen der Schwimm- und Radstrecke war Iversen durch mehrere Staffelteilnahmen vertraut. Respekt hatte sie allerdings vor dem ungeliebten Marathonlauf, der sich als erwartet hart erwies. „Es war echt anstrengend und ab Kilometer 30 wurde es richtig schwer, aber ich konnte mich durchbeißen.“ Ob sie sich noch mal an die gigantische Strecke wagen möchte oder künftig wieder auf die kürzeren Distanzen beschränken wird, wollte sie erst mit etwas Abstand entscheiden.

Dass einem gelungen Debüt auch ein starker zweiter Auftritt folgen kann, bewies TriAs-Vereinskamerad Torben Benecke. Der 38-Jährige bestätigte seine starke Leistung von 2013 und lief nach 10:02:23 Stunden als schnellster Athlet aus der Förderegion ins Ziel. Mit Platz 23 in der Gesamtwertung landete er bei den norddeutschen Meisterschaften auf Platz vier und holte Altersklassen- Silber.

Eine besondere Leistung vollbrachte einmal mehr der Unterschenkel amputierte Sven-Ole Nissen aus Langballig. Nach dem Schwimmen freute er sich dieses Mal besonders auf die Radstrecke, die erstmals durch seine Heimatgemeinde führte, wo er als Lokalmatador lautstark gefeiert wurde. Das neue „Heimspiel“ bescherte ihm allerdings auch eine kleine Schrecksekunde. Beim Zurückgrüßen fädelte Nissen in einem kurzen Moment der Unachtsamkeit an einem Absperrgitter ein und kam mit dem Fahrrad zu Fall. Der Para-Triathlet konnte jedoch unversehrt mit seinem Rad weiterfahren, und anschließend auf dem Handbike den Marathon erfolgreich abspulen, ehe er nach 11:39:38 Stunden ins Ziel kam. „Die Stimmung war wieder riesig, aber das Radfahren auf der nassen Straße auch sehr ungewohnt für mich“, so Nissen.

Allen Grund zur Freude hatte John Witt. Der Rekordteilnehmer bewältigte auch bei seinem zehnten Start als Einzelkämpfer erfolgreich die Herausforderung und kam nach 14:43:21 Stunden rechtzeitig vor dem Abschlussfeuerwerk ins Ziel. Zu denen, die den Zielbogen nicht durchquerten, gehörten zwei der stärksten Flensburger Triathleten. Sebastian Schluricke schied nach einem Sturz auf dem Rad verletzt aus. Niels Asbjörn Schuldt beendete sein Comeback auf der Langdistanz nach 20 Laufklometern. „Das war ein totaler Off-Tag“, befand Schuldt kurz und knapp. „Alle haben mich toll unterstützt, aber es war nicht mein Tag. Das ist Sport. Es gibt Höhen und Tiefen.“

In den Staffeln schafften es neben dem bei den Männern erfolgreich Trio von „Intersport Hans Jürgensen“, auch noch zwei weitere Flensburger Teams in die TopTen-Ränge. In der Mixed-Wertung erkämpfte das TriAs-Trio aus Andrea Heck, Michael Herling und Martin Burmeister unter dem Titel „M und M plus Heckantrieb“ in 9:21:30 Stunden Platz fünf. Zwei Plätze danach folgte die Staffel mit Bente Rathsack, Ilse Ommen und Tim-Ole Petersen.

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