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heimniederlage gegen titelfavoriten : „Unter Niveau“: Fehlstart der A-Jugend

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ernüchterung in der Fördehalle. Die Handball-A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt konnte nur phasenweise mit dem als Top-Favoriten gehandelten SC Magdeburg mithalten und verlor ihren Bundesliga-Auftakt mit 28:32 (12:15).

„Das war von uns unter Niveau“, sagte ein enttäuschter SG-Trainer Michael Jacobsen. „Mir fehlten die Intensität und das Tempo. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass meine Jungs ein Trainingsspiel absolvieren.“

Rund 300 Zuschauer waren zur Mittagszeit gekommen, waren neugierig auf die neue A-Jugend, die bis auf die rechte Angriffsseite – dort starteten Simon Jürgensen und Lasse Kuhrt – mit bewährten Kräften besetzt war. Den ersten Treffer der Saison markierte Spielmacher Magnus Asmussen, Jannis Blumenberg hatte aufgelegt. Überhaupt agierte der Kreisläufer brandgefährlich und riss seine Mannschaft zunächst mit: 6:3 hieß es nach etwas mehr als acht Minuten.

Nach einer Auszeit trat der SCM wesentlich entschlossener auf. „Sofort als der Gegner Gegendruck aufbaute, fiel meine Mannschaft zusammen“, staunte Michael Jacobsen. „Es wurde zu sehr in die Zweikämpfe gegangen, anstatt es mit mehr Bewegung zu versuchen.“ Beim 11:11 (22.) erreichten die Gastgeber letztmals einen Gleichstand. SCM-Torhüter Florian Link war nun voll in seinem Element und beförderte gegen den etwas weit vor dem Gehäuse stehenden Jasper Basenau sogar einen Abwurf vom eigenen Kreis ins Schwarze. Mit der Pausen-Sirene glückte auch dem SG-Halblinken Marlon Runow ein Kunstschuss: ein direkt verwandelter Freiwurf.

Nach der Pause schwammen dem SG-Nachwuchs zunehmend die Felle davon. Die Keeper wechselten häufig. Sie hatten einen schweren Stand, weil ihre Vorderleute in der Abwehr zu nachlässig wirkten. Allein der Magdeburger Rechtsaußen-Kugelblitz Nico Richter verschaukelte die Defensive mehrfach. Die SG-Abwehr hatte zwischenzeitlich mit einem oder gar zwei vorgezogenen Spitzen operiert. Wirklich ergiebig war diese taktische Umstellung nicht. Beim 19:26 (47.) drohte noch größeres Unheil. Nachlässigkeiten beim SCM und die Option mit Magnus Asmussen im rechten Rückraum sorgten zumindest für Ergebnis-Kosmetik. In zwei Wochen muss die SG-Jugend zum nächsten Titelkandidaten, zu den Füchsen Berlin. „Da möchte ich, dass meine Spieler mehr Herz zeigen“, fordert Michael Jacobsen. „Sie sollen zeigen, was es bedeutet, das Trikot der SG zu tragen.“

SG Flensburg-Handewitt: Ejlersen, Basenau – Petersen (1), M. Asmussen (4/2), Zøhner, Blumenberg (3), Krüger (6), Jürgensen (1), Marczinkowski, Klein, Runow (6), von Eitzen, Kurth (7), Thing.

SC Magdeburg: Link (1) – Filippov (1), Schulze (3), Kloppenburg, Wasielewski (5), Darius, Rastner, Danowski, Kluge (3), Richter (10), Popa (9/3).

Schiedsrichter: Baganz/Donat (Kellinghusen).

Zeitstrafen: 4:3. – Siebenmeter: 4:3.

Zuschauer: 300.

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erstellt am 12.Sep.2015 | 21:00 Uhr

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