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TSV Nord Harrislee fegt die HSG Jörl-Viöl mit 31:18 aus der Halle : Unerwarteter Kantersieg im Derby

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das mit Spannung erwartete Nordderby in der 3. Liga der Handball-Frauen zwischen dem TSV Nord Harrislee und der HSG Jörl-Doppeleiche Viöl fand einen überraschend klaren Sieger. Die Gastgeberinnen feierten in der Holmberghalle einen 31:18 (15:9)-Kantersieg.

„Der Sieg für Harrislee ist auch in der Höhe verdient“, erkannte HSG-Trainer Thomas Blasczyk die Leistung seines Ex-Clubs neidlos an.

Das Team von Trainer Herluf „Shorty“ Linde überzeugte mit Tempospiel über die gesamten 60 Minuten. Nur in der Anfangsphase waren die Gäste leicht überlegen und lagen nach dem schnellen 0:2 bis zum 3:4 nach zehn Minuten in Führung. Dann eroberten die Harrisleerinnen, bei denen die ganz stark haltende Torhüterin Marie Andresen ihrer Deckung große Stabilität verlieh, viele Bälle und agierten auch im Angriff mit großem Druck. Fenja Jensen zog im Aufbauspiel geschickt die Fäden und setzte ihre Nebenleute gut in Szene. Zudem war die Rückraumspielerin selbst eminent torgefährlich. So gelangen den Nordfrauen fünf Tore in Folge zum 8:4. Nach 24 Minuten hatte das Linde-Team ein 12:6 vorgelegt, die Sechs-Tore-Differenz hatte auch beim 15:9 zur Pause Bestand.

Nach dem Wechsel rechneten die 312 Handballfans in der stimmungsvollen Holmberghalle mit einem völlig ausgewechselten Gästeteam, das eine Aufholjagd angehen würde. Doch zwei schnelle Treffer von Luisa Kieckbusch und Merle Carstensen ließen die Harrisleerinnen zunächst auf 17:9 davonziehen. Nach einem Gewaltwurf von Kim Merle Köster zum 18:12 und einer Zeitstrafe für den TSV Nord, schienen die „Firebirds“ von der HSG Jörl-Viöl wieder in die Partie zurückzukommen. Doch prima Paraden von Marie Andresen sowie Tore von Fenja Jensen und Svea Lundelius hielten die Gäste auf Distanz. Bis zum 23:16 (48.) hielt die HSG noch mit, dann spielte sich der TSV Nord Harrislee in einen Rausch. Sechs Tore in Folge bedeuteten fünf Minuten vor dem Abpfiff einen beeindruckenden 29:16-Vorsprung. Am Ende stand der hochverdiente 31:18-Derbysieg und weiter Platz zwei in der 3. Liga Nord. „Wir haben heute ganz schlecht gespielt und die Quittung dafür bekommen. Das ist eine bittere Niederlage, die wir sicherlich aufarbeiten werden“, war HSG-Coach Thomas Blasczyk nach den 60 Minuten bitter enttäuscht.

Auf Harrisleer Seite war die Freude natürlich groß. „Die Deckung und das Torhüterspiel waren heute ganz stark“, nannte Co-Trainer Peer Oliver Linde den Schlüssel zum Erfolg. „Wir haben immer mit Tempo gespielt. Dazu haben auch alle eingewechselten Spielerinnen beigetragen. Es gab keinen Abbruch und so war es eine ganz tolle Mannschaftsleistung“, lobte Senior „Shorty“ Linde das überzeugende Kollektiv beim TSV Nord Harrislee.

TSV Nord Harrislee: Petersen-Kröger, Marie Andresen, Tiedemann – Ranft, Lundelius (3), Börnsen (2), Carstensen (6), Lache (4), Harbeck (2), Ryholl (2/2), Clausen (1), Jensen (6), Jakusch (1), Kieckbusch (3), Natusch, Litschke (1).

HSG Jörl-Viöl: Burmeister, Voigt – Riebow, Jessen (1), Hansen (2), Brueck, Scholz, Schulz (2), Schütz (1), Behrendsen (1), Pahl (3), Köster (2), Maier, Machau (6/3).

Schiedsrichter: Krüger/Schmidt (Flensburg).

Zuschauer: 312.

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