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Kitesurfen : Überraschende Einladung in die USA

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

24-jähriger Flensburger Finn Behrens tritt gegen die Besten der Welt an. Erster Start beim Worldcup in St. Peter-Ording.

Das Triple-S in Cape Hatteras, North Carolina, war schon immer irgendwie etwas Besonderes. „Unter den Kitesufern ist es das Spektakel schlechthin“, erzählt Finn Behrens. Die Veranstalter laden nur die Besten der Besten auf der Welt ein. Und alle kommen, um bei den paradiesischen Bedingungen in den USA zu starten. Der 24-jährige Flensburger hatte sich per Video für eine der vier Wildcards in diesem Sommer beworben. „Große Chancen habe ich mir nicht ausgerechnet“, erzählt Behrens. „Aber zu meiner Überraschung wurde ich unter den rund 50 Bewerbern ausgewählt. Ich war super glücklich, dass ich es gleich im ersten Versuch geschafft habe.“

Der Medien-Informatik-Student nennt sich selbst „professioneller Kitesurfer“. Leben kann er davon nicht, im Gegensatz zu den 30 besten Vollprofis, die in Cape Hatteras gesetzt sind. „Aber ich verdiene mir etwas zum Studium dazu und kann reisen“, sagt er. Denn im Winter ist es im Norden zu kalt zum Kitesurfen. „Da flüchte ich in wärmere Gebiete“. Er dreht auch viele Videos mit spektakulären Bildern für die Sponsoren. „Die bezahlen gut.“

Seine Lieblingsdisziplin heißt Sliders. Hier stehen die Tricks über Hindernisse im Mittelpunkt. „Das normale Freestyle ist nicht so mein Ding“, erklärt er. „Ich habe das Fahren über Rampen für mich entdeckt und mich sehr darauf konzentriert.“ Beim Triple-S in den USA war er aber im Wellen-Freestyle am stärksten. Einmal mischte er die Weltelite kräftig auf, kam ins Finale unter die ersten Acht. Da in Cape Hatteras immer nur die drei ersten Plätze von der Jury genannt werden, fehlt ihm eine genaue Platzierung. Trotzdem: „Das war schon super, zumal ich vorher verletzt war und nicht richtig trainieren konnte.“

Der Flensburger war neben den beiden Kielern Rick Jensen (gesetzt) und Tobias Hölter (Wildcard) einer von drei deutschen Startern. Ganz zufrieden mit dem Erreichten war er am Ende nicht: „Da ist noch weitaus mehr drin.“ In Frankreich bei einem stark besetzten Slider-Wettkampf hatte der Student im Vorjahr bereits die Plätze zwei, drei und vier belegt. Vor einigen Jahren ist er auch bei der Kitesurf-DM angetreten und Vierter geworden.

Jetzt will er erstmals beim Worldcup starten. Der Wettkampf in St. Peter-Ording (1. bis 10. August) liegt sozusagen vor der Haustür. „Ich kenne das Revier. Das ist ein Vorteil“, weiß der 24-Jährige. Doch er muss erst in die Vorqualifikation. „Da ist das Niveau hoch. Wenn ich da durch komme, ist das schon gut. Und dann werde ich sehen, wie es weiter läuft.“

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