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Trio aus dem Norden contra THW Kiel II

vom

Final Four in Altenholz: HSG Tarp-Wanderup Favorit / DHK mit Rumpfteam / Hürup ohne Druck

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Flensburg | Die Teilnehmer zeugen von der Stärke des Handballs ganz oben im Norden: Mit der HSG Tarp-Wanderup, DHK Flensburg und dem TSV Hürup kommen drei der vier Endrundenteilnehmer des Final-Four-Turniers um den Pokal des Handball-Verbandes Schleswig-Holstein in Altenholz aus dem Großraum Flensburg. "Das ist für den Flensburger Handball und seine Fans doch eine tolle Sache", sagt Trainer Christian Voß vom Favoriten HSG Tarp-Wanderup. Im Halbfinale trifft Tarp heute auf Hürup (18 Uhr). Zuvor kämpfen DHK und THW Kiel II (16 Uhr) um den Einzug ins Finale am Sonntag (16 Uhr).

Nur wenige Tage nach der Meisterfeier wollen die Tarper Wölfe das "i-Tüpfelchen" auf ihre erfolgreiche Saison setzen. "Nach den Highlights der vergangenen Tage ist es gar nicht so leicht, sich noch einmal zu sammeln. Ich bin aber überzeugt davon, dass meine Jungs noch einmal alles geben werden, den Pokal am Sonntag nach dem Finale in Händen zu halten", zeigt sich Christian Voss optimistisch. Zwar sind die Tarper als klassenhöchster Teilnehmer Favorit bei diesem Turnier, aber schon im Halbfinale gegen den TSV Hürup kann der Stolperstein warten, wie Voß anmerkt: "Christian Lutter kennt meine Mannschaft aus dem Eff-Eff und wird sich sicher die passende Taktik zurechtlegen. Zudem hat Hürup den Oberliga-Aufstieg geschafft, das gibt noch einen zusätzlichen Motivationsschub. Wir müssen also auf der Hut sein." Ein Selbstgänger auf dem Weg ins Finale ist also auf keinem Fall zu erwarten. Sollte sich der Favorit durchsetzen, nimmt es der Tarper Coach dann wie es kommt: "Ob nun DHK oder THW II, wenn man im Endspiel steht, will man auch gewinnen. Also gibts da keinen Wunschgegner, zumal wir auch erst einmal unsere Hausaufgaben erledigen müssen, um ins Finale einzuziehen."

Für den TSV Hürup ist das Spiel heute gegen Tarp Saisonfinale und Krönung einer erfolgreichen Saison. "Für uns ist es eine Riesenerfolg zu den vier erfolgreichsten Männermannschaften in Schleswig-Holstein zu gehören", sagt Trainer Christian Lutter stolz. Um dieses Final-Four zu erreichen, musste sein Team einige große Gegner aus dem Weg räumen. Gegen Zweitliga-Aufsteiger HSG Tarp-Wanderup geht der SH-Liga-Meister als absoluter Außenseiter ins Halbfinale. Zudem ist die Saison für Hürup seit drei Wochen beendet, und es fehlt die Spielpraxis. Tarp hingegen hat noch bis zur letzten Woche gespielt und ist im Spielfluss. Dennoch werden die Hüruper wie gewohnt ihre Kampfkraft in die Waagschale werfen und angefeuert von den zahlreichen mitreisenden Fans alles geben, um Gegenwehr zu leisten. Erschwert wird diese Aufgabe durch die zahlreichen Verletzten. Neben Torhüter Malte Samuelsen fallen auch die beiden Spielmacher Nils Gümmer und Tjorben Lutter sowie Linksaußen Julien Timm aus. "Wir freuen uns auf die Stimmung und das Event und werden versuchen, uns teuer zu verkaufen", sagt Lutter.

Auf DHK Flensburg wartet der Saison-Höhepunkt. Trainer Matthias Hahn geht aber mit gemischten Gefühlen in das erste Halbfinale und Oberliga-Duell mit dem Meister und Drittliga-Aufsteiger THW Kiel II, der in Altenholz so etwas wie Heimrecht genießt. "Die Vorraussetzungen könnten besser sein. Bei uns fallen drei Leistungsträger aus", erklärt Hahn. Christopher Bath hat schon seit Wochen Probleme mit dem Ellenbogen, Aki Yonekura ist seit dem Spiel in Dithmarschen mit einer schweren Knieblessur außer Gefecht, und Jan Torben Ehlers hat sich am vergangenen Montag eine Verletzung am Sprunggelenk zugezogen. "So stehen mir nur acht Feldspieler zur Verfügung. Da haben wir wenig Möglichkeiten zum Wechseln." Trotzdem hofft der DHK-Coach, dass die unglückliche 30:31-Niederlage Mitte März bei den "Jung-Ze bras", bei der sein Team sich von den Schiedsrichtern benachteiligt fühlte, noch einmal Kräfte freisetzt. "Ich werde die Mannschaft daran erinnern und so versuchen, noch mehr aus ihr herauszukitzeln. Wir sind gegen den THW II nicht chancenlos und wollen gewinnen." DHK ist das erste Mal in seiner Vereinsgeschichte beim Final Four. "Ein Sieg gegen den THW II und ein Einzug der HSG Tarp-Wanderup ins Finale, würde die große Möglichkeit auf einen attraktiven Gegner in der ersten DHB-Pokalrunde bedeuten", rechnet Hahn vor. "Ich habe beim Training schon gemerkt, dass meine Mannschaft darauf richtig Lust hat."

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