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SH-Liga : Traumeinstand für den Interimscoach

vom

Flensburg 08 schlägt VfB Lübeck II in der SH-Liga mit 5:0. Mannschaft bedankt sich beim entlassenen Trainer Joachim Press.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2013 | 07:29 Uhr

Flensburg | Allen Widrigkeiten wie Fusionsabsage, Spielerwechseln und Trainerentlassung zum Trotz zeigten die Fußballer von Flensburg 08 in der SH-Liga eine großartige Leistung. Mit dem 5:0 (1:0) im Heimspiel gegen den VfB Lübeck II gab es einen glänzenden Einstand für Frank Peters, der nach der Trennung von Joachim Press die Mannschaft erstmals als Interimscoach betreute.

Auch wenn Press verständlicherweise nicht im Stadion war, war er dennoch im Geiste gegenwärtig. Als Reminiszenz an ihren früheren Trainer liefen die 08-Kicker nicht im gelben Trikot auf. Sie hatten ein weißes T-Shirt übergezogen - mit der Aufschrift "Danke Jockel" auf der Vorderseite und mit den Ziffern "4 1/2" für die viereinhalbjährige Tätigkeit von Press bei Nullacht. Die Aktion wurde von den 08-Verantwortlichen eher argwöhnisch betrachtet. Der derzeit verletzte Kapitän Marcel Hill verteidigte diese Geste: "Die Idee für das Dankeschön kam aus der Mannschaft heraus. Wer die Initialzündung gab, ist nicht mehr so richtig nachvollziehbar."

Die eigentliche Fußballpartie entwickelte sich langsam. Beide Teams spielten aber durchaus nach vorne. Auch die technisch sehr guten Gäste ließen den Ball flüssig durch die eigenen Reihen laufen. Und hatten die erste Großchance, als Mustafa Zazai alleine auf 08-Keeper Nick Schmidt zulief, dieser jedoch glänzend zur Ecke abwehrte (8.). Dass die Hansestädter aber recht schnell in Rückstand gerieten, war der Ungeschicktheit von Marcel Dahm geschuldet. Er foulte Timo Carstensen im eigenen Strafraum elfmeterreif. Den Strafstoß erwandelte der Gefoulte sicher zum 1:0 (16.).

Für VfB-Coach Serkan Rinal war der Elfer unberechtigt: "Der hätte nie gepfiffen werden dürfen. Danach verloren wir unsere Linie und kamen nicht mehr richtig in Fahrt." Dennoch gab es im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts noch weitere Möglichkeiten auf beiden Seiten, allerdings sprang dabei nichts Zählbares heraus.

Nach dem Wechsel hatte zunächst Thomas Carstensen die große Chance auf 2:0 zu erhöhen (50.), aber die Querlatte war im Weg. Drei Minuten später war auf der Gegenseite Dahm glücklos, als er nach einem Freistoß nur das Außennetz traf. Die Lübecker kombinierten im Mittelfeld recht gefällig, aber vorn waren sie harmlos und ihr Abwehrverhalten war katastrophal. So fielen Tore wie am Fließband. Bei den Treffern zum 2:0 und 3:0 durch Timo Carstensen (60.) und Nicholas Holtze (70.) agierten die VfB-Verteidiger wie Statisten.

Der nächste Treffer war das Produkt einer wunderschönen Kombination über Holtze, Carstensen und letztlich Marcel Hansen (74.), der überlegt mit der Innenseite vollstreckte. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Erkan Yilderim im Nachsetzen (89.). VfB-Coach Rinal sprach schließlich doch von einem verdienten 08-Sieg. Frank Peters lobte das gesamte Flensburger Team: "Bei allen Schwierigkeiten der letzten Wochen hat die Mannschaft eine großartige Leistung und vor allem Charakter gezeigt."Flensburg 08: Nick Schmidt - Schmeling, Jannsen, Robin Schmidt, Thomas Carstensen (83. Schöning) - Lohner, Hansen - von Diczelski, Holtze, Strömer (74. Yilderim) - Timo Carstensen (78. Möller).

VfB Lübeck II: Alberti - Moldt (60. Pamukoglu), Koth, Voss, Dahm - Nogovic, Heidel - Sirmais, Jakubiak, Zazai - Dagli.

Schiedsrichter: Hennig Deeg (TuS Hartenholm).

Zuschauer: 150.

Tore: 1:0 Timo Carstensen (16. FE), 2:0 Timo Carstensen (60.), 3:0 Holtze (70.), 4:0 Hansen (74.), 5:0 Yilderim (89.). - Beste Spieler: Jannsen, Holtze, Timo Carstensen / Heidel.

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