wieder eine schlappe gegen die „zebras“ : Trainer Thiesen bedauert die Fans

Kaum ein Durchkommen: Immer wieder liefen sich die Spielerinnen der HSG Jörl/Viöl – hier Ose Kahlund gegen Manya Petermann – in der Kieler Deckung fest.
Kaum ein Durchkommen: Immer wieder liefen sich die Spielerinnen der HSG Jörl/Viöl – hier Ose Kahlund gegen Manya Petermann – in der Kieler Deckung fest.

Die Handball-Frauen der HSG Jörl/Viöl unterliegen dem THW Kiel in der Oberliga mit 25:29 – und der Coach kritisiert die fehlende Leidenschaft im Team.

shz.de von
18. Februar 2014, 06:00 Uhr

Die Frauen der HSG Jörl/Viöl kommen mit dem THW Kiel in der Handball-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein einfach nicht klar. Nachdem die „Zebras“ schon im Hinspiel die HSG-Serie von drei Siegen in Folge gestoppt hatte, musste die Mannschaft von Trainer Kalli Thiesen diesmal nach vier Erfolgen in Serie erneut eine Pleite gegen die Kielerinnen hinnehmen. Mit 25:29 (10:16) zog die HSG diesmal den Kürzeren und verharrt auf dem sechsten Tabellenplatz, die Kielerinnen sind Neunte.

Der Plan von Thiesen, für die bittere 10:25-Schlappe beim Aufsteiger Revanche zu nehmen, ging zu keinem Zeitpunkt auf. „Nach vier Siegen in Folge hat meine Mannschaft wohl gedacht, dass es so weiter geht“, sagte der Coach, der monierte, dass seinem Team während der 60 Minuten die Leidenschaft fehlte.

Nur die angeschlagene Nane Martensen zeigte die gesamte Spielzeit über Emotionen und trieb ihre Mitspielerinnen immer wieder an. Doch nur bis zum 7:8 (18.) blieb die HSG mit den keineswegs überragenden Kielerinnen auf Augenhöhe. Danach setzten sich die Gäste immer weiter ab und hatten sich nach dem 11:8 (22.), bereits zur Pause einen komfortablen 16:10-Vorsprung heraus geworfen. Zwar wurde Thiesen in der Kabine lauter, doch seine Worte verhalten bei den Jörl-Viöler Spielerinnen.

Zudem kassierten die Gastgeberinnen ihre einzige Zeitstrafe zehn Minuten vor dem Abpfiff wegen Meckerns. So gelang es zu keiner Phase, näher als auf fünf Tore an den THW heran zu kommen. Über 17:22 (43.) und 21:26 (50.) spulten die Gäste ihr Programm herunter und fuhren so einen verdienten 29:25-Erfolg ein.

Kalli Thiesen zog nach Spielschluss ein ernüchterndes Resümee. „Heute hat bis auf Nane Martensen keine Spielerin Normalform erreicht und die Bereitschaft gezeigt, das Spiel noch zu drehen. Wir spielen auswärts viel besser als zu Hause. Ich bin total enttäuscht und mir tun unsere Fans sehr leid.“

HSG Jörl/Viöl: Frauke Paulsen, Kruse - Gotje Paulsen, Kahlund (4), Börnsen (7), Katharina Hansen (4), Martensen (5), Scholz (2), Thomsen, Maja Hansen (1), Tölle (2).

THW Kiel: Scherner (10), Petermann (4).

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