Pokalsieger überzeugt auch in der Liga : Trainer lobt die mentale Stärke

Die zehnfache Torschützin Lotta Woch lässt sich von Liv Süchting (links) und Denise Engelke nicht am Wurf hindern.
Die zehnfache Torschützin Lotta Woch lässt sich von Liv Süchting (links) und Denise Engelke nicht am Wurf hindern.

Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee überzeugen beim verdienten 33:22-Heimerfolg gegen Meister TV Oyten.

Avatar_shz von
05. März 2018, 06:30 Uhr

Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee haben den herben Rückschlag mit dem 22:23 beim abstiegsgefährdeten TSV Travemünde nachhaltig verdaut. Nach dem Triumph beim Final4-Turnier um den Landespokal am vergangenen Wochenende in eigener Halle, als die Mannschaft von „Shorty“ Linde den „Pott“ holte, legte der Tabellenzweite auch in der 3. Liga Nord nach – beim 33:22 (14:9)-Heimsieg gegen den TV Oyten wurde der noch amtierende Meister förmlich aus der Halle gefegt.

„Ich hatte während der ganzen Woche ein mulmiges Gefühl, ob meine Mannschaft den Erfolg beim Final Four mental auffangen kann. Dazu kam auch die fehlende Vorbereitung aufgrund der ausgefallen Trainingseinheiten. Aber ein großes Kompliment, sie hat es in überragender Manier geschafft“, strahlte der Harrisleer Coach nach starken 60 Minuten.

Den Schlüssel zum siebten Sieg in der achten Saisonpartie in der Holmberghalle fand Samiah Jakusch. Beim 4:4 nach gut zehn Minuten fing sie nach zwei Harrisleer Ballverlusten die drohenden Tempogegenstöße des TV Oyten artistisch und mit Leidenschaft ab. Sie bekam bei zwei langen Pässen die Fingerspitzen an den Ball und verhinderte so mögliche Gegentreffer. Die Mitspielerinnen auf dem Feld und auf der Bank applaudierten frenetisch und so wurden die Nordfrauen förmlich wachgerüttelt.

So zog das Linde-Team das Tempo an und mit vier Toren in Folge auf 8:4 davon. In dieser Phase trafen die stark aufspielenden Lara Fischer und Denise Fries, das Duo hatte maßgeblichen Anteil an der 14:9-Halbzeitführung. Nach dem Wechsel zog Linde dann noch einen Trumpf aus dem Ärmel und beorderte Johanna Tüx zwischen die Pfosten. Die Harrisleer Torhüterin spielte ebenfalls groß auf und vereitelte etliche Torchancen der Gäste. Zehn Minuten nach Wiederbeginn standen die Zeichen für die Nord-Frauen längst auf Sieg.

Das 22:12 von Merle Carstensen war die erste Zehn-Tore-Führung. Über 29:16, 30:17 und 31:18 stand am Ende der hoch verdiente 33:22-Heimsieg, der Linde richtig froh machte. „Man hat gesehen, dass wir im Kader immer mehr an Breite gewinnen und uns aufeinander verlassen können. So sind wir immer schwerer auszurechnen. Die Mannschaft hat sich heute richtig gepusht.“

TSV Nord Harrislee: Tüx, Tiedemann – Fischer (5), Natusch (1), Lundelius (2), Woch (10/5), Fries (3), Carstensen (4), Lache (1), Hauschild (2), Lauf, Jensen (3), Jakusch (1), Volquardsen (1).

TV Oyten: Kahler – Janßen, Nowak (5), Engelke (9/5), Juricke (1), Otten, Webner, Kokot (3), Schulz, Süchting (4), Meyer, Lange (1).

Schiedsrichter: Bolus/Foitzik (Lübeck).

Zuschauer: 137.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen