2. Handball-Bundesliga : Tiefschlag für Tarper Wölfe

Kein Durchkommen: Der Tarper Morten Dibbert  wird von Ralf Bader (l.) und Philipp Keinath (r.) gestoppt.
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Kein Durchkommen: Der Tarper Morten Dibbert wird von Ralf Bader (l.) und Philipp Keinath (r.) gestoppt.

2. Bundesliga: 19:39-Heimpleite gegen Erstliga-Absteiger Neuhausen. Riesige Lücken in der Abwehr.

shz.de von
25. November 2013, 08:00 Uhr

Zu fehlerhaft das Aufbauspiel, wenig Effektivität in der Chancenverwertung und – im Gegensatz zu den letzten Spielen – riesige Lücken im Abwehrverband der HSG Tarp-Wanderup! Nach der 19:39 (12:18)-Heimpleite gegen den TV Neuhausen in der 2. Handball-Bundesliga passte HSG-Coach Christian Voß das Gesamtpaket an diesem ernüchternden Abend überhaupt nicht: „Wir haben im Grunde gut begonnen, im Verlaufe der Partie dann aber kaum noch Lösungen im Angriff gefunden. Zudem kann ich diesmal auch mit unserer Deckungsarbeit überhaupt nicht Leben. Wir haben Neuhausen das Torewerfen viel zu leicht gemacht.“

Während sich Voß über den Auftritt seiner Mannschaft ärgerte, strahlte ein Trainerkollege Markus Gaugisch. „Ich hatte sehr großen Respekt vor Tarp und meine Mannschaft eindringlich gewarnt. Nach dem etwas wackeligen Beginn haben wir dann aber gezeigt, dass wir unsere Lektion aus der Niederlage gegen Leutershausen gelernt haben.“

Dabei sah es zunächst so aus, als könnten die Tarper Wölfe dem Favoriten Paroli bieten. 3:1 führte das Voß-Team bereits nach fünf Minuten und zeigte sich dabei gut vorbereitet auf die Deckung des TVN. Aber schon in dieser frühen Phase der Partie offenbarte die HSG Schwächen in der Deckung. So blieb der Gast stets in Schlagweite und übernahm mit zunehmender Spieldauer das Kommando in der Treenehalle. „Neuhausen hat im Verlauf der ersten Halbzeit die 3-2-1-Deckung verändert. Das war der Knackpunkt, denn dafür haben wir einfach keine Lösungen gefunden“, befand Christian Voß. Immer häufiger bissen sich die Wölfe am Abwehrbollwerk der Gäste nun die Zähne aus, agierten einfach zu statisch und ohne Druck. Erstliga-Absteiger Neuhausen dagegen nutzte die Unzulänglichkeiten der Hausherren gnadenlos aus und erarbeitete sich bereits bis zum Seitenwechsel eine komfortable Sechs-Tore-Führung.

Das gleiche Bild bot sich den Handballfans in der Treenehalle auch im zweiten Abschnitt. Die Wölfe mühten sich nach Kräften, Lücken in der TVN-Abwehr zu erspielen, hatten dabei aber nur selten Erfolg. Und wenn sich dann doch einmal eine gute Chance ergab, blieben die Gastgeber gegen Neuhausens Keeper Magnus Becker allzu oft nur zweiter Sieger.

Lediglich vier Treffer gelangen den Hausherren bis zur 50. Minute, während das Gaugisch-Team auf der anderen Seite immer wieder fast unbedrängt seine Würfe ins Ziel bringen konnten. Nach 40 Minuten war der Vorsprung erstmals auf zehn Tore angewachsen und die Partie damit praktisch entschieden. Aber auch danach kannte Neuhausen kein Erbarmen mit den Hausherren und feierte so nach 60 Minuten zu Recht einen Kantersieg an der Treene. „Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung. Uns war schon vor der Saison klar, dass es solche Tiefschläge geben wird. Dass es allerdings in eigener Halle in dieser Form passiert, ist sehr ärgerlich“, merkte Christian Voß an.

HSG Tarp-Wanderup: Mahncke, Lübker – Oetzmann, Jessen (5), Blohme (2), Brüne, Desler (2), Thordarsson (1), Worm, Matthias Hinrichsen (2), Dibbert, Molsen (2), Blockus (4), Rasmus Matthiessen (1).
Neuhausen: Redwitz, Magnus Becker – Hansen (3), Theilinger (5), Alexander Becker (1), Schuldt (2), Keinath (9/5), Reusch (4), Trost (2), Michalik (3), Büdel (5), Ilitsch (3), Bader (2).
Schiedsrichter: Kropp/Siebert (Osnabrück). – Siebenmeter: 0/0:5/5. – Zeitstrafen: 3:2. – Zuschauer: 300.

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