zur Navigation springen

Leichtathletik : Thurid Gers deutsche Vizemeisterin

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Hindernisspezialistin der LG Flensburg läuft ein grandioses Rennen. Jonas von Borzeszkowski im Hochsprung auf Platz 14.

1800 Jugendliche Athleten starteten bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Lohrheidestadion in Bochum. Über die 1500m-Hindernis Distanz stellte sich Thurid Gers (TSV Nord Harrislee/ LG Flensburg) der Konkurrenz und gewann hinter Lea Meyer (VfL Löningen) überraschend die Silbermedaille. Der zweite Flensburger, Jonas von Borzeszkowski, belegte im Hochsprung der U20 den 14. Platz.

Die 17jährige Thurid Gers hatte sich akribisch auf das Rennen vorbereitet und sich Chancen auf die Bronzemedaille ausgerechnet, wenn alles gut lief. Doch es kam noch ganz anders. Wie erwartet stürzten sich die anderen Athletinnen nach dem Startschuss mit einem viel zu hohen Tempo auf die ersten 300m. Gers fand sich im hinteren Feld wieder, reagierte richtig und lief die nächsten zwei Runden kontinuierlich am gesamten Feld vorbei und hängte sich hinter die an zweiter Stelle liegende Wattenscheiderin Julia Tertünte. 200 Meter vor Ende zog die Flensburgerin– wie sie sich vorgenommen hatte – an der Athletin vorbei und ging mit viel Druck auf den letzten Wassergraben. Hier fiel die Entscheidung. Gers gelang eine saubere Überquerung, sie konnte druckvoll vom Wassergraben weglaufen. Die unter Druck geratene Wattenscheiderin stürzte am Wassergraben. Die Flensburgerin hingegen zog die letzten 140 Meter das Tempo noch einmal an. Mit einer unglaublichen Zeit von 4:54,30 Minuten und einer Verbesserung ihrer Bestleistung um neun Sekunden lief Thurid Gers überglücklich ins Ziel und gewann somit die Silbermedaille.

Für Jonas von Borzeszkowski (LK Weiche/LG Flensburg) ging es bei seiner ersten Deutschen Meisterschaft zunächst einmal darum, Erfahrungen zu sammeln. Bereits bei den Norddeutschen Meisterschaften hatte er gezeigt, dass größere Wettkämpfe mit viel Trouble für ihn schwierig sind. Umso besser gelang ihm der Einstieg in den Wettkampf in Bochum. Die beiden ersten Höhen nahm er souverän. Bei 1,95m gelang ihm allerdings kein stabiler Anlauf, so dass er hier den Wettkampf beenden musste und auf dem 14. Platz landete. Durch schwere Windböen blieb der Wettkampf sehr spannend, da auch sehr erfahrene Hochspringer weit hinter ihren Möglichkeiten blieben. So fiel die DM-Entscheidung bereits bei 2,11m.

Der mitgereiste LG-Trainer Jan Dreier war zufrieden. „Jonas hat im Gegensatz zu den meisten Springern noch unglaubliches Potenzial und hat sich bei dieser Meisterschaft ganz gut gemacht“, meinte der Coach und ergänzte: „Für Thurid ist die Medaille mehr als verdient. Das war ein grandioses Rennen und sie ist wirklich eine talentierte Athletin, die ihren Sport lebt.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen