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Doppel-Olympiasieger will sich den Traum von Rio erfüllen : Thomsen will noch einmal zu Olympia

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Vielseitigkeitsreiter aus Kleinwiehe steht im Olympia-Kader für die Spiele in Rio de Janeiro 2016. Acht Reiter wurden nominiert, vier dürfen mitfahren. „Das wird eine enge Entscheidung“, vermutet der 54-Jährige.

shz.de von
erstellt am 29.Nov.2015 | 19:40 Uhr

Für ihn war es keine große Überraschung, aber gefreut hat sich Vielseitigkeitsreiter Peter Thomsen aus Kleinwiehe doch. Am Mittwoch vergangener Woche nominierte der Vielseitigkeits-Ausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) in Warendorf den Olympia-Kader für die Spiele 2016 in Rio de Janeiro – und der 54-jährige Doppel-Olympiasieger mit der Mannschaft ist dabei, peilt mit Horseware’s Barny zum vierten Mal die Teilnahme an den Spielen an. Acht deutsche Reiterinnen und Reiter wurden nominiert, aber es gibt nur vier Plätze sowie ein Ersatzpaar, das im Falle einer Verletzung einspringen darf.

„Das wird eine enge Entscheidung“, vermutet Thomsen – seit 2011 haben deutsche Vielseitigkeitsreiterinnen und -reiter bei Welt- und Europameisterschaften alle Goldmedaillen abgeräumt, zudem gab es Einzel- und Mannschaftsgold bei den Reiterspielen 2008 (in Hongkong) und 2012 in London.

„Hervorragende Basis an Pferden und Reitern“, so begründet Thomsen die Ausnahmestellung. Damit es mit dem „Olympia-Hattrick“ klappt, müssen die Leistungen stimmen und vor allem Pferd und Reiter gesund bleiben. In der vergangenen Woche musste Barny mit einer Kolik in die Klinik. „Da habe ich gedacht, dass jetzt alles vorbei ist“, so Thomsen. Doch es ging alles gut.

Handicap für den 54-Jährigen: Zahlreiche seiner Konkurrenten im Olympia-Kader sind mit mehreren Pferden nominiert – Doppel-Olympiasieger Michael Jung (Horb) mit drei, Sandra Auffarth aus Ganderkesee und Ingrid Klimke aus Münster mit jeweils zwei. Mit seinen Pferden hat Peter Thomsen nicht viel Glück gehabt: Die Ausnahmepferde Unessa und Papagayo Secret verunglückten tödlich, die Neuanschaffung Courtney entwickelte sich nicht wie erwartet und wird wieder abgegeben. Zudem verletzte sich Championatspferd Cayenne (Platz fünf bei der Europameisterschaft 2013) so schwer, dass ein sportlicher Einsatz kaum noch denkbar ist. „Sie war fest für Olympia mit eingeplant“, bedauert Thomsen.

Mitte Dezember steht eine Besprechung mit dem Bundestrainer an. Dort soll ein Plan für Rio entworfen werden. „In neun Monaten wissen wir mehr. Wenn alles gut ist, ist die Titelverteidigung das Ziel – und da Barny als Sechster der letzten WM in Frankreich knapp an einer Einzelmedallie vorbeigeschrammt ist, ist auch hier was möglich“, sinniert Thomsen. 2015 war – trotz aller Probleme – kein schlechtes Jahr für den Routinier im deutschen Team. Die EM im schottischen Blair Castle (dort belegte er mit Horseware’s Barny den zehnten Platz im Einzel) bezeichnet er als sportlichen Höhepunkt des Jahres.

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