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Teil zwei der Erfolgsgeschichte

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Regionalliga: ETSV Weiche gegen Aufsteiger SV Eichede in der Favoritenrolle / Kischke und Jürgensen noch nicht in der Startelf

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Flensburg | Es wird wohl eine Hitzeschlacht. "Bei diesen Witterungsbedingungen können wir keinen Hurrafußball spielen", sagt Trainer Daniel Jurgeleit vor dem heutigen Regionalliga-Saisonauftakt des ETSV Weiche gegen Aufsteiger SV Eichede (Anstoß 14 Uhr). Trotzdem hofft der Flensburger Coach, dass die Zuschauer neugierig auf die neue Mannschaft sind und verspricht: "Es wird sich lohnen."

Nach dem siebten Platz im Vorjahr soll es diesmal mit Rang sechs noch etwas besser laufen. "Wir wollen die Erfolgsgeschichte in Flensburg weiterschreiben", betont Jurgeleit. In der vergangenen Saison hätten viele die Regionalliga als eine einmalige Geschichte angesehen. "Die haben wir widerlegt. Jetzt gilt es, das zu bestätigen und stabilisieren."

Vor genau einem Jahr sprach der ETSV-Trainer von einem Traumstart, als die Flensburger als Neuling zum Auftakt beim Titelfavoriten Holstein Kiel spielen sollten und nichts zu verlieren hatten. "Ähnlich ergeht es jetzt wohl Eichede", glaubt Jurgeleit. Zwar stapelt der SVE-Coach Oliver Zapel tief: "Wir sind ein Aufsteiger aus einem 800-Einwohner-Dorf, für den es mit derart bescheidenden Mitteln und Möglichkeiten nur um den Klassenverbleib gehen kann." Aber Kapitän Jan-Ole Rienhoff ist mutiger: "Wir haben eine höchst intensive Vorbereitung hinter uns, so viel gearbeitet wie noch nie zuvor. Ich sehe uns nicht chancenlos in Weiche."

Doch Daniel Jurgeleit lässt keinen Zweifel daran, dass die Flensburger die Punkte bei der Heimpremiere im zweiten Regionalliga-Jahr behalten wollen. "Wir haben fünfeinhalb Wochen dafür trainiert, dass wir auf den Punkt da sind." Gegen den SV Eichede fordert er Disziplin und Ordnung. "Wir dürfen dem Gegner nicht viele Chancen eröffnen. Wenn wir bei der Hitze ein Tor kassieren, wird es ganz schwer." Auch wenn sich der Coach mit seinem Team noch ein bisschen als Aufsteiger fühlt, wird jetzt beim ETSV Weiche leistungsorientierter gearbeitet. Dazu hätten auch die Neuzugänge beigetragen. "Die neuen Spieler haben Qualität und werden uns weiter nach vorn bringen", ist Jurgeleit überzeugt. Dabei nennt er vorrangig Florian Meyer, der "100-prozentig - menschlich und sportlich zu uns passt".

Zwei andere neue Leistungsträger werden heute noch pausieren. Torhüter Florian Kischke vom FC St. Pauli und Christian Jürgensen stehen nicht in der Startelf. Im Tor beginnt Andre Hagge. Er erhält vom Trainer den Vorzug, weil er die komplette Vorbereitung mitgemacht hat, während der Hamburger Ex-Profi, der demnächst nach Flensburg zieht, erst zwei Mal mit der Mannschaft trainiert hat. "Es kommt nicht auf eine Woche an", betont Jurgeleit, bei dem Kirschke schon länger ganz oben auf der Wunschliste stand. Der ehemalige Kieler Kapitän Christian Jürgensen soll nach seiner der langen Pause (Bandscheiben-Beschwerden) langsam aufgebaut werden. Im Testspiel gegen Flensburg 08 (5:2) "hat er länger als eine Halbzeit gespielt und seine Sache ordentlich gemacht. Aber wir wollen wegen seiner Vorgeschichte kein Risiko eingehen. Dafür ist Christian zu wichtig für die Saison".

Die Vorzeichen für das erste Fußball-Fest der Saison im Manfred-Werner-Stadion stehen gut. "Wenn dann noch über 1000 Zuschauer kommen, wäre das klasse", sagt Daniel Jurgeleit. Die letzten Testspiel-Ergebnisse sprechen für Weiche. Im Landespokal besiegten die Flensburger SV Todesfelde (15:14 n ach Elfmeterschießen) sowie den Oldenburger SV (6:0) und stehen im Halbfinale. Eichede schied im Achtelfinale mit 0:1 beim SH-Liga-Aufsteiger TSV Schilksee aus und patzte zuletzt zu Hause bei der Generalprobe gegen den SH-Ligisten SSC Hagen Ahrensburg mit 1:3.

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